Potsdam - Nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft und des DFB-Pokals wollen sich die Fußballerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam erstmals auch auf internationalem Parkett behaupten. Der Verein richtet in der 2. Qualifikationsrunde des UEFA-Cups an die Spiele der Gruppe 3 aus.
Kontrahenten sind im Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion Frankreichs Meister Montpellier HSC, der mehrfache polnische Titelträger KS AZS Breslau (Wroclaw) und der italienische Pokalsieger Torres Terra Sarda FC. Zunächst spielt jeder gegen jeden, die beiden Gruppenersten ziehen in das Viertelfinale ein, das im K.o.-Modus ausgetragen wird.
Wir betreten Neuland, denn wir wissen ja gar nicht, wo wir international stehen, sagte Turbine-Trainer Bernd Schröder. Der 62- Jährige widmet sich zwar seit 1971 dem Frauen-Fußball, doch so ein hochkarätiges Turnier bestreitet er mit seiner Mannschaft zum ersten Mal. Über die Gegnerinnen weiß er wenig, Zeit zum Beobachten blieb nicht, das Internet gibt kaum etwas her.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Potsdamer Nationalspielerinnen seit Monaten ohne Pause durchspielen. Unmittelbar nach Ende der Meisterschaft Mitte Juni begann die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Athen, wo die deutsche Auswahl mit sechs Potsdamerinnen Bronze gewann. Drei Tage nach Abschluss des Turniers in Griechenland wurde schon wieder der Bundesliga-Spielbetrieb aufgenommen.
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