Kaiserslautern - Der typische Besucher einer Welt- oder Europameisterschaft im Fußball ist Wissenschaftlern zufolge männlich, um die 40 und auf der Suche nach multi-kultureller Party-Stimmung.
Er reist in der Gruppe mit Freunden und verweilt im Schnitt 10,3 Tage am selben Spielort. Das geht aus einer am Dienstag in Kaiserslautern vorgestellten Studie im Auftrag von sieben Städten hervor, die bei der Fußball-WM 2006 in Deutschland Veranstaltungsorte sind.
Für die Erhebung hatten Forscher der Universität Heilbronn im Juni bei der Fußball-Europameisterschaft in Portugal recherchiert, wie das WM-Büro der Stadt Kaiserslautern mitteilte. Die Städte hatten wissen wollen, wie der WM-Tourist 2006 aussieht, welche Bedürfnisse er hat und was er von seinen Gastgebern erwartet. Zur Anzahl der Befragten wurden zunächst keine Angaben gemacht.
Der typische WM-Tourist reise nicht zwangsläufig von Spielort zu Spielort, sondern suche sich ein festes Quartier als Ausgangspunkt für seine Aktivitäten und Ausflüge, zitierte das WM-Büro aus der Studie des Heilbronner Betriebswirtes Prof. Alfons Madeja. Der WM- Gast unterscheide sich auch vom typischen Besucher der Bundesliga- oder Europapokalspiele: Neben dem Ereignis auf dem grünen Rasen erwarte er ein entsprechendes Rahmenprogramm und interkulturelle Treffpunkte.
Die Atmosphäre außerhalb des Stadions habe deshalb einen großen Einfluss darauf, wie die Stadt wahrgenommen werde. Sehr wichtig sei auch ein umfangreiches Informationssystem innerhalb der Stadt: Der Gast muss sich schnell und unproblematisch orientieren können, ohne dass er mit Informationen überschüttet wird, sagte der Experte.
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