London/Frankfurt/Main - Rumäniens Fußball-Star Adrian Mutu schweigt in der Öffentlichkeit noch zu den gegen ihn erhobenen Doping-Anschuldigungen - dafür reden seine Berater.
Wir warten auf die Gegenprobe, und bis dann können wir nur warten und sehen, was passiert. Wir denken nicht, dass es lange dauern wird, möglicherweise ein paar Tage, sagte Andrea Pretti, einer der Vertrauten des FC-Chelsea-Stürmers. Nachdem ich davon gehört hatte, habe ich Mutu angerufen, und er war absolut schockiert, teilte Victor Becali, ein weiterer Berater, der englischen Zeitung Daily Star mit.
Medienberichten zufolge soll Mutu im September-Trainingslager positiv auf den Gebrauch einer verbotenen Substanz getestet worden sein. Rückendeckung bekam der Auswahl-Kapitän vom Teamarzt der rumänischen Nationalmannschaft, Pompiliu Popescu: Adrian hat niemals irgendetwas genommen, das nicht ich ihm gegeben habe. Er ist unter strikter Beobachtung, und er würde nie seine Karriere auf diese Art riskieren.
Sollte auch die B-Probe positiv sein, droht Mutu eine Strafe von zwei Jahren. Der englische Fußball-Verband FA bestätigte die Anschuldigungen bislang nicht, auch Champions-League-Teilnehmer FC Chelsea gab keine Stellungnahme ab. Mutu kehrte zunächst nach einem mehrtägigen Rom-Aufenthalt nach London zurück. Dort sollte es nach Auskunft eines weiteren Vertrauten, Gica Popescu, ein Treffen mit Trainer José Mourinho geben.
Der Geschäftsführer der Profi-Fußballer-Vereinigung, Gordon Taylor, zeigte sich darüber enttäuscht, dass der Fall öffentlich wurde. Wir wussten seit kurzer Zeit, dass es einen positiven Test gibt, weil wir mit dem Verband an einem Drogen-Test arbeiten, aber das ist ein Vertrauensbruch, sagte Tayler dem Fernsehsender Sky Sports News.
Mutu, der im Sommer 2003 für rund 23 Millionen Euro vom AC Parma zu Chelsea gewechselt war, wurde in dieser Saison von Mourinho lediglich zwei Mal eingewechselt und fiel bei ihm in Ungnade. Rumäniens Sportler des Jahres 2003 warf dem Coach kürzlich vor, dass dieser ihn blockiere, für Rumänien zu spielen. Der Verein belegte Mutu daraufhin mit einer hohen Geldstrafe.
Ich habe viele Menschen in Rumänien gehört, die behaupten, es sei die Revanche von Chelsea, aber mit denen stimme ich nicht überein, sagte Becali weiter. Denn es sei nicht im Interesse von Chelsea, solch eine Geschichte öffentlich zu machen. Sie haben ein eigenes Interesse, Mutu zu verkaufen.
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