Bremen - Die Kopfstoß-Affäre bei Fußball-Meister Werder Bremen scheint noch nicht beendet zu sein. Fabian Ernst, der von Mitspieler Johan Micoud verletzt worden war, will erneut mit der Vereinsführung über den Vorfall sprechen.
Ich war lange ruhig, zu Gunsten der sportlichen Situation, wird Nationalspieler Ernst in der Sport-Bild zitiert. Jetzt werde ich mit Werder reden. Dann sehen wir weiter. Ernst kritisierte seinen Mitspieler. Es sei frustrierend, dass der Franzose die Schuld für den Vorfall bei ihm sehe, weil gerade Johan wissen müsste, wie die Wahrheit wirklich ist.
Nach Angaben des Magazins hat sich der Franzose entgegen einer internen Absprache in der französischen Sportzeitung LEquipe geäußert und Ernst vorgeworfen, den Kopfstoß im Training provoziert und ihm zudem einen Faustschlag verpasst zu haben.
In der LEquipe schildert Micoud den Vorfall vom 13. Januar: Das ganze Training war angespannt gewesen. Die Spieler hörten nicht auf, die Schiedsrichter-Entscheidungen und die Spielregeln anzufechten. Am Ende hat Ernst angefangen, Dinge zu sagen, die mir nicht gefallen haben. Ich habe mich aufgeregt. Ich habe ihm Wasser zugeworfen. Er ist zu mir zurückgekommen. Es war warm. Ich habe rot gesehen. Ich habe ihm eine Kopfnuss gegeben. Er hat geantwortet, indem er mir einen Faustschlag verpasste. Den habe ich ihm zurückgegeben.
Der Club hatte die beiden Spieler mit Geldstrafen in unterschiedlicher Höhe bestraft. Werder-Manager Klaus Allofs hatte danach gesagt: Nachdem die Spieler sich ausgesprochen haben, erwarten wir, dass der Fall damit abgeschlossen ist.
Seiner Unzufriedenheit Ausdruck verliehen hat derweil auch Pascal Borel. Der Ersatztorwart ist sauer auf den Verein und hat ein Kampfansage an Stammkeeper Andreas Reinke gerichtet. Mein Ziel ist es, gegen Schalke zu spielen. Das ist durchaus realistisch, sagte Borel der Kreiszeitung Syke. Ich brauche mich vor niemandem in der Liga zu verstecken. Und ich werde auch vor Andi nicht kapitulieren.
Borel, der bisher auf 32 Bundesliga-Einsätze bei Werder kommt, hatte vergangene Saison seinen Stammplatz an Reinke verloren. Ich habe es satt, immer nur als Vollblinder abgestempelt zu werden, klagte der 26-Jährige. Borel hatte vor der Verpflichtung von Reinke seinen Vertrag bei Werder bis 2006 verlängert.
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