Potsdam - Nach dem souveränen Einzug ins Halbfinale des UEFA-Cups herrschten beim deutschen Meister und Pokalsieger 1. FFC Turbine Potsdam Freude und Erleichterung.
Es waren die erwartet schweren Spiele, aber jetzt gehören wir zu den vier besten Teams Europas. Und das als Europapokal-Neuling, jubelte Potsdams Trainer Bernd Schröder über den 4:1 (1:0)-Erfolg im Rückspiel gegen den fünffachen russischen Titelträger FC Energy Woronesh. Das Hinspiel in der Millionenstadt am Don war vor Wochenfrist 1:1 ausgegangen.
Nationalspielerin Petra Wimbersky, die vor knapp 3000 Zuschauern im Babelsberger Karl-Liebknecht-Stadion zwei Tore zum Erfolg beigesteuert hatte, gab sofort die Devise für die nächste Runde aus: Das ist für uns ein neuer Wettbewerb, da kribbelt es besonders. Wir wollen ins Finale. Mit Blick auf den möglichen Gegner, zu 99 Prozent der norwegische Meister SK Trondheim-Örn, meinte die 21-Jährige: Alles ist möglich.
Trainer Schröder ging sogar noch einen Schritt weiter: Uns liegen die skandinavischen Mannschaften. Wir haben gute Chancen auf den Einzug ins Endspiel. Ich freue mich auf Trondheim, das wird eine schöne Reise. Der Trainer erinnerte zugleich an das Hallenmasters Anfang Januar 2004 in Bielefeld, als sich die Potsdamerinnen gegen die Elite aus Nordeuropa und der Bundesliga durchsetzen konnten und gewannen. Im Halbfinale des UEFA-Cups, das erst im April 2005 ausgetragen wird, haben die Potsdamerinnen zuerst Heimvorteil.
Im Rückspiel gegen Woronesh waren die Potsdamerinnen in der ersten Halbzeit klar tonangebend, schossen aber nur ein Tor, das Anja Mittag nach schönem Solo erzielte (15.). Als die Gäste unmittelbar nach der Pause durch Nadeshda Bossikowa gleichzogen (51.), wankte der deutsche Meister kurzzeitig, konnte sich aber wieder fangen.
Petra Wimbersky (64., 72./Foulelfmeter) und Viola Odebrecht (82.) sorgten noch für den klaren 4:1-Erfolg, der Schröder wie Öl runterging. Kompliment an meine Mannschaft, sie hat Charakter gezeigt. Ein besonderes Lob des Übungsleiters ging an Wimbersky, die nach mehrwöchiger Verletzungspause zur Matchwinnerin avancierte. Sie ist die Frau für die wichtigen Tore, lobte der Coach.
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