Stuttgart/Berlin - DFB-Präsident Theo Zwanziger wird dem Saisonfinale des VfB Stuttgart gegen Energie Cottbus nicht aus Angst vor Pfiffen der VfB-Anhänger fernbleiben.
Das ist Quatsch, Pfiffe sind das Normalste auf der Welt, sagte der Chef des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) der Deutschen Presse-Agentur dpa in Berlin. Vielmehr werde er den möglichen Meister-Triumph der Stuttgarter im Gottlieb-Daimler-Stadion nicht vor Ort verfolgen, da die Bundesliga Sache der DFL und nicht des DFB sei.
Zuvor hatten sich Zwanziger und Stuttgarts Trainer Armin Veh versöhnt. Ich habe mich mit Armin Veh ausgesprochen. Er ist ein wirklich sympathischer Typ, sagte der DFB-Präsident in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung. Die Angelegenheit mit Veh habe er in zehn Sekunden ausgeräumt. Zwanziger zeigte Verständnis, dass er von Veh in der vergangenen Woche in ungewöhnlich scharfer Form kritisiert worden war: Im Meisterschaftsrennen steht man enorm unter Druck. Da ist Aufregen erlaubt.
Veh hatte sich darüber aufgeregt, dass Zwanziger gesagt hatte, dass es gerecht wäre, wenn Schalke Meister würde. Das war in Gelsenkirchen, wo meine Vorredner ständig den Fußballgott beschworen haben. Da lässt man sich von den Emotionen mitreißen. In Stuttgart hätte ich mich sicher ganz ähnlich über den VfB und seine Fans geäußert, die den Titel genauso verdienen wie die Schalker, erklärte Zwanziger. Der DFB-Präsident meinte, er werde seine Lehren daraus ziehen und künftig genau darauf achten, was ich wo und wann sage.
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