Aue - Der schwer verletzte Stürmer Skerdilaid Curri vom Fußball-Zweitligisten FC Erzgebirge Aue hat die Entschuldigung des Burghauseners Hrvoje Vukovic angenommen. Der Kroate hatte sich im Krankenhaus persönlich bei dem Albaner für das schwere Foul entschuldigt.
Es tut mir wirklich sehr, sehr leid. Ich war selbst schon oft verletzt und kann mich somit gut in deine Lage hinein versetzen. Es war von mir keine Absicht und ich möchte dir alles Gute wünsche, sagte Vukovic.
Curri, der mittlerweile die Intensivstation verlassen hat, respektierte die Meinung seines Gegenspielers, weil er Fußballer ist so wie ich. Ich nehme seine Entschuldigung an, für mich und den Verein ist es somit das Beste. Wenn ich die Entschuldigung nicht annehmen würde, bedeutete dies Rache. Dann könnte ich mich nicht auf Fußball konzentrieren. Wir sind beide Sportler und da kann so etwas passieren, sagte der Auer Stürmer, dessen Gesundheitszustand sich weiter stabilisiert hat. Wann der Albaner aus dem Helios-Klinikum entlassen werden kann, steht noch nicht fest.
Curri hatte sich im Spiel gegen Wacker Burghausen durch ein Foul von Vukovic zwei Rippenbrüche zugezogen. Zudem hatte sich eine Luftansammlung zwischen Brustkorb und Lunge als Folge eines Lungeneinrisses gebildet. Der Zwickauer Staatsanwalt Holger Illing stellte von Amts wegen Strafantrag gegen Vukovic wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Es liegt uns bis jetzt keine Anzeige vom Verein oder des Geschädigten vor, erklärte Illing der dpa.
Erste Ermittlungsergebnisse erwartet Illing in etwa sechs Wochen. Wir haben das Ermittlungsverfahren am 2. November eingeleitet, einen Tag später ist die Akte per Post nach Aue gegangen, und wenn sie dort eintrifft, laufen die Ermittlungen an, sagte der Zwickauer Staatsanwalt. Im Zuge des Verfahrens würden nun unter anderem die Fernsehaufzeichnungen gesichert, Curri vernommen und auch Vukovic angehört.
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