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Veh: Extra kein Saisonziel ausgegeben | 2007-05-18


Stuttgart - Vor der Titel entscheidenden Partie gegen Energie Cottbus hat Armin Veh das zurückhaltende Auftreten des VfB Stuttgart verteidigt.

Wir haben extra kein Saisonziel ausgegeben, da wir eine komplett neue Mannschaft hatten, die zudem die jüngste der Liga ist, sagte der Trainer des schwäbischen Fußball-Bundesligisten in einem dpa-Interview. Da kann ein Verein nicht so vermessen sein und sagen: Wir wollen um die Meisterschaft spielen.

Titelansprüche vor Rundenbeginn kann laut Veh ein Club wie Bayern München stellen. Bei einem Verein wie dem VfB sei es jedoch angemessen, kleinere Brötchen zu backen. Erst im Verlauf der Runde habe Stuttgart seine Ziele Stück für Stück nach oben verschoben. Der 46 Jahre alte Augsburger wies darauf hin, dass der VfB im direkten Vergleich der vier Top-Teams mehr Punkte als Schalke, Bayern und Bremen geholt habe. Wer nach dem 34. Spieltag vorne steht, hat es verdient. Wenn Schalke oben stehen sollte, dann würde ich meinem Kollegen Slomka, den ich sehr schätze, auch gratulieren und nicht verbittert sein, sagte Veh.

Angesichts von zwei Punkten Vorsprung vor Schalke 04 wollen die Schwaben nun aber ihre erste deutsche Meisterschaft seit 15 Jahren perfekt machen. Es wäre der fünfte Titelgewinn in der Vereinsgeschichte. Meister zu werden ist für jeden etwas ganz besonderes, sagte Veh. Aber wenn das nicht klappen sollte, dann kann man doch nach so einer Saison nicht enttäuscht sein. Das wäre das Schlimmste, was man machen könnte. Der VfB ist schon sicher für die Champions League qualifiziert und steht zudem im DFB-Pokalfinale gegen den 1. FC Nürnberg am 26. Mai in Berlin.

Schlaflose Nächte bereitet Veh die Riesenchance auf die Meisterschaft nicht. Vor Spielen kann ich immer gut schlafen, versicherte er. Er habe nur nach einer Partie ein Problem. Bislang habe er auch weder vom Titel geträumt noch sei er nachts aus Albträumen aufgeschreckt.

Veh wies darauf hin, dass das großartige Abschneiden des VfB auf Teamarbeit beruhe: Einzelkämpfer, die Erfolg nur auf sich projizieren, werden keinen haben. Entscheidend sei unter anderem die gute Personalpolitik gewesen und dass die Mannschaft relativ schnell zusammengefunden habe.

Derzeit ist es für Veh nicht denkbar, in Stuttgart so lange zu arbeiten wie einst Otto Rehhagel in Bremen. Nein, im Moment nicht, sagte Veh, der im Februar 2006 verpflichtet worden war und im Winter ein Jahr verlängert hat. In unserem Geschäft verdient man sehr viel Geld. Deshalb ist es korrekt, Einjahresverträge abzuschließen. Wenn wir nächste Saison wieder erfolgreich sein sollten, was ich glaube und hoffe, können wir wieder verlängern. Ich bin dagegen, Dreijahresverträge abzuschließen, um dann genügend Abfindung zu bekommen.


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