Leipzig - Einen Tag vor dem Fußball-Länderspiel gegen Kamerun wird das Leipziger Zentralstadion am 16. November termingerecht und DFB-betriebsbereit übergeben.
Wir liegen auch finanziell voll im Budgetplan und genau im Finanzvolumen der Stadt Leipzig, sagte der Berater von Stadion-Investor Michael Kölmel, Otto Schlörb, in Leipzig. Die Spielstätte für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erfülle nach gründlicher Nachbesserung nun alle Anforderungen des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für Bundesliga- und Länderspiele. Das Stadion wird beim Testspiel der Mannschaft von Bundestrainer Jürgen Klinsmann mit 44 200 Plätzen ausverkauft sein.
Im Hinblick auf den Confederations Cup 2005 sowie die WM 2006 muss die nun insgesamt 116 Millionen Euro teure Arena gemäß der strengen FIFA-Auflagen (Sicherheit und Kommunikation) ausgebaut und ausgestattet werden. Die Mehrkosten belaufen sich auf insgesamt 26 Millionen Euro, von denen der Investor Michael Kölmel 17 Millionen Euro bereitgestellt hat. Die Stadt will die restlichen neun Millionen beisteuern. Dafür ist jedoch noch ein Stadtratsbeschluss notwendig.
Wie Schlörb in der Messestadt betonte, steht ein Weiterverkauf der einzigen ostdeutschen WM-Spielstätte nicht auf der Tagesordnung. Ausgeschlossen wird er allerdings bei einem rundum zufriedenen Angebot nicht. Wir sind nicht auf Investor-Suche. Im Bereich Entertainment müssen wir jedoch mit Profis kooperieren. Wir suchen da den Besten, sagte er. Zudem gibt es erste Interessenten für eine Namensänderung des Stadions. Dieses Thema müssen wir angehen. Um eine bessere Auslastung des Stadions zu gewährleisten, ist ein Engagement der Kölmel-Gruppe im Bereich Männer-Handball und Basketball geplant.