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Herzschlag-Finale im Unterhaus | 2007-05-18


München - Drei Clubs, ein Ziel: In einem Herzschlag-Finale kämpfen der FC Hansa Rostock, der MSV Duisburg und der SC Freiburg beim Saisonfinale der 2. Fußball-Bundesliga um die letzten beiden Aufstiegsplätze hinter dem souveränen Meister Karlsruher SC.

Doch nicht nur an der Spitze, auch im Tabellenkeller des Unterhauses geht es am 34. Spieltag um Alles oder Nichts: Gleich vier Mannschaften liegen mit 35 Punkten gleichauf, nach den 90 Minuten werden zwei Teams den Gang in die Regionalliga antreten müssen.

Seit dem 4. Spieltag steht Hansa Rostock auf einem Aufstiegsplatz, beim Heimspiel vor mit 29 000 Zuschauern ausverkauftem Haus gegen die SpVgg Unterhaching will der Ostsee-Club sein Abo auf einen Platz an der Sonne vergolden. Zwei Jahre nach dem letzten Abstieg soll die Bundesliga-Rückkehr perfekt gemacht und nach Energie Cottbus der zweite Ost-Club im Oberhaus heimisch werden. Wir wollen das Spiel gewinnen. Punkt. Aus, sagt Coach Frank Pagelsdorf.

Doch auch für die Gäste geht es ums Ganze: Ich bin noch nie abgestiegen und ich werde auch nicht absteigen, verspricht Trainer Werner Lorant, der sich im Erfolgsfall eine Glatze schneiden lassen will, den Hachinger Fans. Präsident Engelbert Kupka setzt spätestens seit dem 2:1-Sieg mit zwei Mann weniger gegen Greuther Fürth auf Lorants Motivationskünste. Werner ist wie zehn Tassen Kaffee.

Ich bin überzeugt, dass wir den letzten Schritt gehen, hat MSV-Trainer Rudi Bommer vor dem Derby gegen Rot-Weiss Essen den Aufstieg fest im Blick. Wie Rostock ist auch Duisburg bei einem Sieg die Bundesliga-Rückkehr nicht mehr zu nehmen, doch die Gäste nehmen vor der Partie ihr Herz in die Hand. Wir sind hingefallen, können aber in diesem Kampfspiel wieder aufstehen, sagte Essens Trainer Lorenz- Günther Köstner und machte seinen Mannen Mut.

Zwei Jahre nach dem Bundesliga-Abstieg könnte der SC Freiburg ein besonderes Kunststück schaffen: Kein einziges Mal standen die Breisgauer in dieser Spielzeit auf einem Aufstiegsplatz, doch das Team von Noch-Trainer Volker Finke hofft im Grande Finale auf einen Heimsieg gegen TuS Koblenz und Ausrutscher der Konkurrenz. Nur noch theoretische Chancen auf den Aufstieg hat Fürth, das den KSC empfängt. Das Meister-Team dürfte aber schon mehr an die für den Abend geplante Aufstiegs-Party als an weitere Punkte denken.

Jeder weiß, worum es geht. Es ist genug geredet worden, spornt Trainer Wolfgang Frank seine Profis von Kickers Offenbach an. Für die Hessen zählt angesichts des drohenden Sturzes in die Drittklassigkeit gegen Eintracht Braunschweig nur ein Heimsieg. Gewinnen wir, halten wir die Klasse, rechnet Trainer Frank Neubarth vom FC Carl Zeiss Jena vor dem Auftritt beim FC Augsburg vor.

Um Nichts geht es im Duell der Enttäuschten zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem 1. FC Köln. Zudem empfängt noch Erzgebirge Aue 1860 München sowie Absteiger Wacker Burghausen den SC Paderborn.


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