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U-21-Coach Eilts gegen Polen in Personalnot | 2004-11-15


Cottbus - Absagen ohne Ende und sogar Mitleid vom Bundestrainer - U-21-Nationalcoach Dieter Eilts lässt sich vor dem dritten Qualifikationsspiel zur Fußball-EM 2006 trotzdem nicht aus der Ruhe bringen.

Auf ein komplettes Team muss der ehemalige Bundesliga-Profi in Cottbus gegen Polen verzichten. Zum einen durch Verletzungen und Krankheiten. Zum anderen, weil in Jürgen Klinsmanns Aufgebot für das A-Länderspiel gegen Kamerun sechs mögliche U-21-Akteure stehen. Eilts bereiten die Umstellungen jedoch keine Sorgen: Mit einem Sieg gegen Polen können wir einen erheblichen Schritt zur EM machen - das ist trotz der Absagen machbar. Die Mannschaft ist heiß.

Thomas Hitzlsperger, Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm, Per Mertesacker, Robert Huth und erstmalig Moritz Volz gehören zum A- Team, das einen Tag später in Leipzig spielt. Der Dieter kann einem schon Leid tun, er verliert immer mehr wichtige Spieler. Aber ich denke, dass eine WM im eigenen Land wichtiger ist, erklärte Klinsmann.

Neben den verletzten Piotr Trochowski (FC Bayern München) und David Odonkor (Borussia Dortmund), sagten kurzfristig auch noch Kapitän Sascha Riether (SC Freiburg/Sprunggelenksverletzung), Matthias Langkamp (Arminia Bielefeld/Muskelfaserriss) und der grippekranke Stammtorwart Michael Rensing vom FC Bayern München ab. Wir sind dennoch überall sehr, sehr gut besetzt, betonte Eilts. An Stelle der Ausfälle nominierte der Ex-Profi für das letzte EM- Qualifikationsspiel in diesem Jahr Christian Weber und Heiko Westermann vom Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth, Torwart René Adler von Bayer 04 Leverkusen und Oliver Hampel vom Hamburger SV nach.

Mit den beiden 2:0-Erfolgen in Aserbaidschan und zu Hause gegen Österreich feierte Eilts einen glänzenden Einstand als Nachfolger von Ulli Stielike. Mit dem angestrebten dritten Sieg im dritten Spiel käme die Mannschaft nach der verkorksten EM-Endrunde unter Stielike im Sommer im eigenen Land den kontinentalen Titelkämpfen 2006 näher.

In der Gruppe 6 liegen die Junioren des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hinter England, das aus bereits 4 Spielen 10 Zähler holte und am 25. März 2005 die deutsche Mannschaft empfängt, mit 6 Punkten auf dem 2. Rang. Gegner Polen ist punktgleich (4) mit Wales Dritter. Die Waliser sind der nächste Kontrahent am 8. Februar auf der Insel.

Ich bin mit dem Auftakt sehr zufrieden. Platz eins oder zwei müsste mit dieser Mannschaft möglich sein, sagte Eilts. Damit würden sich die DFB-Bubis automatisch qualifizieren. Der Coach warnte aber auch vor Übermut: Die Polen gehören neben England und uns zu den Favoriten in der Gruppe. Sie sind sehr kompakt und haben schnelle Stürmer. Wir müssen deutlich mehr abrufen als zuletzt gegen Österreich. Einen Sieg wünscht sich Eilts, mit einem Unentschieden könnte er aber auch leben: Wenn man insgesamt zehn Spiele hat, kann man nicht jedes gewinnen.


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