München - Der Iraner Vahid Hashemian, Fußball-Profi beim FC Bayern München und gläubiger Muslim, hat in seinem Verein keine Probleme wegen seines Glaubens.
Ich bete ja nicht in der Kabine, halte also niemanden damit auf. Um aber beten zu können, habe ich auf Reisen ein Einzelzimmer, die anderen respektieren das, sagte er der Wochenzeitung ZEIT. Mit den muslimischen Spielern der Bundesliga unterhält er sich nicht über seinen Glauben, der ist meine Privatsache.
Sein Glauben behindere ihn nicht bei der Ausübung seines Berufs, sagte Hashemian, aber es gebe auch Grenzen: Für Bier mache ich keine Werbung, schließlich trinke ich ja auch keines. Er sei kein politischer Mensch, doch die Ermordung des Filmemachers Theo van Gogh und die Brandanschläge auf die Moscheen in den Niederlanden machen ihm Angst: Der Mord ist ein Anschlag gegen die Menschlichkeit. Ich verstehe auch nicht, warum Menschen Moscheen zerstören - schrecklich.
Frauen sind bei Fußballspielen in Iran als Zuschauerinnen nicht geduldet. Hashemian, der vor dieser Saison vom VfL Bochum zum FC Bayern wechselte, ist da anderer Meinung: Natürlich sollen Frauen Fußball gucken. Da finde ich es schon besser, wie es hier ist. Man muss Iran einfach ein wenig Zeit lassen.
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