Berlin - Jürgen Klinsmann könnte schon in vier Wochen ins Trainer-Geschäft zurück kehren. Das ist sehr gut möglich, sagte der ehemalige Bundestrainer zur Aussicht, dass er in der neuen Saison neben seinem neuen Job als Fernseh-Kommentator auch eine Trainer-Aufgabe übernimmt.
Ich schau mich schon seit Monaten um, was sich für Möglichkeiten ergeben könnten jetzt am Saisonende, bestätigte der Wahl-Amerikaner, der schon zuvor nicht mehr ausgeschlossen hatte, wieder nach Europa zurück zu kehren.
Offerten hatte Klinsmann in den vergangenen zehn Monaten seit seinem Rücktritt als Bundestrainer nach der WM 2006 bereits genügend. Und ich denke, Mitte Juni weiß ich Bescheid, wohin die Richtung gehen würde, wenn ich etwas übernehme, erklärte der Schwabe, der vor dem Bundesliga-Halali erstmals für seinen neuen Arbeitgeber arena aus Kalifornien zugeschaltet war.
Als größte Enttäuschung der abgelaufenen Spielzeit bezeichnete Klinsmann, dass es uns nicht gelungen ist, und da meine ich alle in Deutschland, Sebastian Deisler beim Fußball zu behalten. Dass Sebastian aufgehört habe, sei ein großer Nackenschlag für den deutschen Fußball, weil er ein Ausnahme-Talent ist, weil er große Spiele vor allem bei der Nationalmannschaft ganz allein entscheiden kann. Er hätte uns sehr gut zu Gesicht gestanden auf lange Sicht. Deisler hatte nach vielen Verletzungen und gesundheitlichen Problemen im Januar diesen Jahres seine Karriere überraschend beendet.
Ein Fünkchen Hoffnung hat Klinsmann, der hier und da noch in Kontakt mit dem 36-maligen Nationalspieler stehe, noch auf ein Comeback von Deisler: Ich wünsche mir, dass es irgendjemand von uns gelingen würde, ihn wieder zum Spielen zu bewegen, weil er es sich einfach selbst schuldig ist, zu zeigen, was er drauf hat. Bisher habe das Deisler nur hin und wieder andeuten können. Ich weiß, dass sich vor allem Uli Hoeneß unglaubliche Mühe gegeben hat, dass er ihn permanent geleitet und geführt hat. Aber Sebastian hat dann für sich selbst aufgegeben, berichtete der Ex-Bundestrainer.
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