Peking - Deutschland soll den angeschlagenen chinesischen Fußball retten. Die Fußball-Akademie in Bad Kissingen und Chinas Fußball-Bund vereinbarten in Peking eine Kooperation in der Nachwuchsförderung, die junge Fußballer unter anderem für Olympia 2008 fit machen soll.
Die Gründung des Star-Team China 08 unter Leitung des deutschen Trainers Eckart Krautzun folgte auf den jüngsten Korruptionsskandal in der chinesischen Liga und das enttäuschende Ausscheiden des Nationalteams bei der Qualifikation für die WM 2006 in Deutschland. Danach haben viele Fans die Hoffnung auf einen Anschluss an die Weltspitze aufgegeben.
In dem jährlich zwei bis drei Millionen Euro teuren und zunächst auf zwei Jahre angelegten Projekt werden 50 junge Hoffnungsträger aus dem Reich der Mitte in Bad Kissingen betreut und ausgebildet. Große Sponsoren wurden für die Finanzierung gewonnen. Trainingsspiele in Deutschland und Europa sind ebenso geplant wie in diesem Winter ein mehrwöchiger Besuch beim argentinischen Club River Plate. Damit sollen unterschiedliche Spielweisen erlernt werden, meinte Krautzun vor Journalisten.
Er will auch jeweils zwei Spieler vorübergehend an Bundesligaclubs geben, um Erfahrungen sammeln zu können. Als Ziel nannte Krautzun, dass die chinesische Olympiaauswahl 2008 bei den Spielen in Peking eine Medaille holen könne. Der Präsident der Fußballakademie, Bad Kissingens Bürgermeister Karl Heinz Laudenbach, zeigte sich sehr traurig, dass China bei der WM 2006 nicht mitspielen wird. Da Fußball den Chinesen so wichtig sei, sei sich die deutsche Seite der großen Verantwortung bewusst. Er wünsche sich 2008 in Peking sogar ein Endspiel zwischen Deutschland und China, bei dem die chinesische Auswahl am Ende 2:1 und damit Gold gewinnen möge.
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