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Bilanz: Regensburg enttäuscht - Offenbach stark | 2004-11-29


Leipzig - Beim Zweitliga-Absteiger SSV Jahn Regensburg gleicht die Situation nach Abschluss der Hinrunde in der Fußball-Regionalliga Süd einem Tanz auf dem Drahtseil.

Sportlich ist die Mannschaft von Trainer Mario Basler nur einen Punkt von einem Abstiegsplatz entfernt, wirtschaftlich scheint alles sehr ungewiss. Statt 6 Millionen Euro wie noch in der Vorsaison hat die Mannschaft nach Einbußen - etwa durch den Wegfall von Fernsehgeldern - nur noch 2,5 Millionen Euro auf der Habenseite.

Die erwartete Finanzspritze von einer Million Euro lässt auf sich warten und vor dem Arbeitsgericht Regensburg laufen zwei Klageverfahren gegen die Oberpfälzer: Der ehemalige Cheftrainer Günter Brandl hat den Club auf Lohnfortzahlung seines bis 2006 laufenden Vertrags verklagt. Im zweiten Verfahren klagt der ehemalige Jahn-Profi Karsten Hutwelker die Zahlung von nichtgeleistete Prämien und einen Gehaltsabzug ein. Wir haben viel Geld und eine Menge Punkte in der Hinrunde verspielt. Hoffentlich werden wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben, mit dem Aufstieg sicher auch nichts mehr, sagt der ehemalige Nationalspieler Basler.

Auf den Aufstieg spekuliert dagegen Kickers Offenbach als Herbstmeister. Den Hessen, die vor der Saison keiner der Trainer auf der Rechnung hatte, gelang in der Hinrunde die längste Siegesserie von fünf gewonnenen Spielen hintereinander. Auch waren die Kickers mit 6454 Zuschauern im Schnitt größter Zuschauermagnet der Regionalliga Süd. Drei Punkte hinter Offenbach auf Platz zwei rangieren die Sportfreunde aus Siegen, die zwölf Spieltage in Serie ohne Niederlage blieben.

Zweites Überraschungsteam der Hinrunde neben Offenbach ist Regionalliga-Neuling TuS Koblenz. Der Aufsteiger spielte frech oben mit und ist nur zwei Punkte von einem Aufstiegsplatz entfernt. Man konnte wirklich nicht erwarten, dass es so gut läuft. Wir haben realistische Bedingungen geschaffen, um unser Ziel zu erreichen, sagt TuS-Trainer Milan Sasic. Wobei für ihn realistisches Ziel Klassenerhalt bedeutet. Einen Durchmarsch hält er jedoch für Wunschdenken: Dafür ist unser Kader zu dünn.

Noch nicht in der dritten Liga angekommen ist dagegen der andere Aufsteiger, FC Nöttingen. Die Mannschaft von Trainer Michael Wittwer, der Anfang November Gerd Dais beerbte, ist seit dem 7. Spieltag ohne Sieg und hat seit dem 11. Spieltag die Rote Laterne inne.

Nun schon die dritte Saison versucht der FC Augsburg mit aller Macht, in die 2. Liga aufzusteigen. Bisher vergeblich. Doch auch für Trainer Rainer Hörgl, der für den ehemaligen Bundesliga-Coach Armin Veh aus Schweinfurt kam, läuft es noch nicht rund. Drei Siege, zwei Unentschieden und drei Niederlagen hat Hörgl vorzuweisen. Mit 21 Punkten hat Augsburg als Tabellenzehnter gerade einen Punkt mehr als Regensburg gesammelt.


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