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Hannover gewinnt Nord-Derby beim HSV 2:0 | 2004-12-04


Hamburg - Hannover 96 hat das Nord-Derby der Fußball- Bundesliga beim enttäuschenden Hamburger SV dank einer starken Leistung mit 2:0 (1:0) gewonnen. Der Gast aus Niedersachsen setzte sich vor 50 454 Zuschauern in der AOL-Arena mit den Treffern von Steve Cherundolo (19.) und Daniel Stendel (58.) durch und rückte auf Platz vier vor.

Der HSV kassierte im achten Spiel unter dem neuen Trainer Thomas Doll die zweite Niederlage. Die Gäste dominierten die Partie deutlich. Dass war unser bestes Auswärtspiel, lobte Trainer Ewald Lienen. Schon im Mittelfeld attackierten die Niedersachsen die Hamburger, ließen sie kaum ins Spiel kommen. Vor allem Julian de Guzman und Altin Lala mit ihrem aggressiven Forechecking unterbanden den Spielaufbau der Gastgeber, die lange Zeit viel zu wenig Laufbereitschaft gegen die mit geschickter Raumaufteilung agierenden 96er zeigten.

Ohne Sergej Barbarez, der wie Verteidiger Khalid Boulahrouz wegen einer Sperre von der Tribüne aus zuschauen musste, fehlte dem Offensivspiel des HSV der Druck. Allein am Fehlen der beiden hat es nicht gelegen, meinte Doll, der sich enttäuscht zeigte.

Der wieder eingesetzte Emile Mpenza konnte sich wie sein Sturmpartner Naohiro Takahara nur ganz selten durchsetzen. Die Vierer-Kette der Gäste, bei denen der zuletzt angeschlagene Ex- Nationalspieler Michael Tarnat wieder mitspielte, schirmte beide zudem gut ab und zeigte nur in wenigen Szenen der zweiten Halbzeit Unsicherheiten.

Die Hannoveraner überzeugten nicht nur mit ihrer Defensivleistung, sondern auch mit ihrem schnellen Passspiel. Die Kombinationen, an denen vor allem Nebojsa Krupnikovic beteiligt war, ließen die Hamburger oft schlecht aussehen. Das war eine starke Leistung von mir und der Mannschaft, sagte der 96-Regisseur. Dem Direktspiel der Gäste hatten die Hanseaten nur wenig entgegenzusetzen.

Beflügelt durch den Treffer von Cherundolo, der nach einem Pass von Krupnikovic vorbei an Rene Klingbeil in die lange Ecke traf, trumpften die Hannoveraner besonders in der ersten Halbzeit auf. Nur in der Spitze fehlte die Durchschlagskraft. Thomas Christiansen konnte sich kaum in Szene setzen, überzeugte nur als Doppelpass- Partner für seine Mitspieler.

Chancen waren bei den Hannoveranern daher lange Zeit genauso Mangelware wie bei den Gastgebern. Kurz vor der Pause vergab Takahara die beste Möglichkeit nach einer Ecke von Stefan Beinlich. Nach dem 2:0 durch Stendel, der einen herrlichen Konter über Lala abschloss, brachte Doll mit Mehdi Mahdavikia und Bernardo Romeo zwei neue Offensivspieler. Doch trotz einer Chance des iranischen Stürmers (70.) boten die Hamburger viel zu wenig für einen Punktgewinn.


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