Leverkusen - Dank eines Tores von Franca hat Bayer 04 Leverkusen glücklich mit 2:1 (0:1) gegen den VfL Wolfsburg gewonnen. Eine Minute vor Schluss gelang dem Brasilianer der Siegtreffer, nachdem Diego Klimowicz (4.) die Niedersachsen in Führung gebracht und Andrej Woronin (46.) den Ausgleich geschafft hatte.
Vor 22 500 Zuschauern blieb Leverkusen damit in der neunten Partie gegen die Wölfe in der BayArena ungeschlagen und eroberte drei wichtige Punkte bei der Bundesliga-Aufholjagd. Wir sind nach dem 0:1 nervös geworden, doch haben am Ende Moral gezeigt, freute sich Bayer-Chefcoach Klaus Augenthaler über den Last-Minute-Sieg. Enttäuscht war hingegen sein Kollege Erik Gerets: Dass die Spieler nach so einer guten Leistung mit null Punkten nach Hause gehen müssen, ist sehr schade.
Die Leverkusener bestätigten einmal mehr ihren Ruf als eine der launischsten Mannschaften der Liga. Nach der großen Leistung bei Real Madrid (1:1) und dem ersten Auswärtssieg in Rostock (2:0) begannen die Platzherren die Heimpartie gegen die Wolfsburger, die ohne Kevin Hofland (Fußverletzung) und Torjäger Martin Petrow (Erkältung) spielten, enttäuschend und konfus. Das 0:1 in der 4. Minute durch Klimowicz, der unbedrängt einen Freistoß von Andres DAlessandro per Kopf verwandelte, wirkte wie ein Schock. Die Gäste hatten sogar noch zwei weitere Möglichkeiten durch Miroslav Karhan (20.) und Marian Hristov (32.). Doch Bayer-Keeper Jörg Butt musste bis zum Pausenpfiff in seinem 250. Bundesligaspiel keinen weiteren Treffer hinnehmen.
Bei Bayer 04, das ohne den verletzten Jacek Krzynowek und den gesperrten Carsten Ramelow antreten musste, lief relativ wenig zusammen. Viele Abspielfehler und Fahrlässigkeiten prägten das Spiel der Gastgeber, die nur wenige Chancen zum Ausgleich hatten. So vergab Spielmacher Robson Ponte nach Doppelpass mit Woronin eine gute Schusschance und donnerte das Leder aus 16 Metern über die Latte. Dann parierte VfL-Torwart Simon Jentzsch einen Kopfball von Juan bravourös.
Nachdem die Zuschauer ihre Mannschaft mit einem gellenden Pfeifkonzert in die Kabine verabschiedet hatten, hatten sie Sekunden nach dem Wiederanpfiff endlich Grund zum Jubeln. Woronin erzielte aus Nahdistanz das 1:1. Es war bereits der achte Saisontreffer des Ukrainers. Der Ausgleich steigerte zwar das Engagement der Leverkusener, keineswegs aber die Qualität ihres Spiels. Am Ende hatten die Hausherren großes Glück, als Franca per Kopf das 2:1 markierte.
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