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Klinsmann für WM-Standort-Kampagne | 2004-12-08


Hamburg - Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat sich für die von Bundesregierung und Wirtschaft geplante Standortkampagne zur Fußball-WM 2006 ausgesprochen.

Er wolle mit der deutschen Mannschaft im eigenen Land Weltmeister werden, sagte Klinsmann der Zeit. Dazu brauchen wir die Unterstützung der Menschen im Land. Deshalb beteiligen wir uns an allem, was sinnvoll ist, um die Stimmung im Land zu verbessern. Dazu gehört auch die von Teilen der Opposition als Wahlkampfhilfe kritisierte Standortkampagne.

Klinsmann legt allerdings Wert auf politische Unabhängigkeit. Mein Verhältnis zum Bundeskanzler ist von persönlicher Sympathie und Respekt geprägt, für seine parteipolitischen Interessen würde ich mich trotzdem nicht vereinnahmen lassen, machte der Bundestrainer deutlich.

Die Bundesregierung und der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) haben sich laut Zeit entschlossen, für die unter dem Namen FC Deutschland 06 konzipierte Kampagne einen Wettbewerb auszuschreiben. Vier Agenturen seien beauftragt worden, bis Januar ihre Vorschläge einzureichen.

Am 13. Dezember tritt Klinsmann mit seinem Team die Asienreise mit Spielen gegen Japan, Südkorea und Thailand an. Mit Blick auf die WM 2006 machte der Bundestrainer im Gespräch mit der Sportbild deutlich: Der Stamm der Spieler wird sich nicht mehr groß verändern, sie haben sich einen Vorsprung durch gute Leistungen erarbeitet. Schon jetzt schätzt er die deutsche Nationalmannschaft hoch ein: Ich meine, dass wir uns in der Weltspitze nicht zu verstecken brauchen.

Kritisch sieht Klinsmann deshalb auch die Weltrangliste, in der das deutsche Team derzeit nur Rang 16 einnimmt. Klinsmann: Die Weltrangliste ist ein Witz. Wir haben keine Qualifikationsspiele, darum einen anderen Multiplikator unserer Ergebnisse. Wir können jedes Spiel gewinnen und fallen doch immer weiter ab. Die FIFA müsste uns aus der Rangliste rausnehmen.


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