Stuttgart - Super-Techniker, smarter Frauenschwarm, jung und dabei schon so cool: Matchwinner Sami Khedira ist meisterlicher Prototyp der Stuttgarter Multi-Kulti-Truppe.
Der 20-jährige Deutsch- Tunesier machte mit seinem Treffer zum 2:1 gegen Energie Cottbus den VfB nach 15 Jahren wieder zum Champion und steht stellvertretend für das schwäbische Meisterstück: Gerade die jungen Spieler haben immer wieder ruhig und sachlich weiter gespielt und immer an sich geglaubt. Das sprach für die Mannschaft, lobte Bundestrainer Joachim Löw den Jugendstil.
Der Spielverlauf hat den Charakter der Mannschaft gezeigt, sagte Mittelfeld-Talent Khedira. Ihm war wie vielen anderen jungen Spielern die Nervosität anzumerken: Ungewohnte Fehler häuften sich sich beim technisch so versierten Jugendnationalspieler, der schon mit acht acht Jahren das VfB-Trikot trug. Trotz einer schwachen Leistung in der ersten Halbzeit habe er keine Sekunde daran gedacht, Khedira auszuwechseln, versicherte Trainer Armin Veh: Er ist ein Spieler, der immer wieder zurückkommen kann, der sehr torgefährlich ist.
Vehs Vertrauen wurde einmal mehr zurückbezahlt, erneut ein Rückstand aufgeholt. Ich habe immer einen klaren Kopf gehabt und an uns geglaubt, sagte Khedira, der in einem Stuttgarter Vorort bei seiner Familie wohnt. Selbst wenn Schalke 3:0 geführt hätte wäre es mir egal gewesen.
So ruhig ist einer, für den alles schon verloren schien. Eine komplizierte Meniskusverletzung stellte die Karriere früh in Frage. Noch vor einem Jahr war ich in der Reha und wusste nicht, ob ich weiter Fußball spielen kann, erinnert sich Khedira an seine Leidenszeit. Beim 3:0 gegen Vizemeister Schalke 04 Ende Oktober 2006 hatte er seine erste Sternstunde in der Bundesliga. Doch Veh tat alles, um den noch verletzungsanfälligen Khedira nicht zu verheizen. Der dankte es ihm, widerstand den Verlockungen der Konkurrenz - sogar der AC Mailand hatte vor zwei Jahren angefragt - und verlängerte seinen Vertrag bis 2009.
Der immer höfliche Khedira steht in einer Reihe mit den hoffnungsvolle Talenten aus unterschiedlichen Kulturkreisen: Mario Gomez hat einen spanischen Vater, Andreas Beck seine Wurzeln in Kasachstan, Serdar Tasci spricht zu Hause auch türkisch. Die Talente aus einer der besten Jugendabteilungen Deutschlands wurden über die Regionalliga an das Profigeschäft herangeführt. Und Sami Khedira hat seinen Titelhunger noch lange nicht gestillt: Jetzt haben wir in der Bundesliga acht Spiele gewonnen. Da werden wir in Berlin mit dem Pokalfinale auch noch das neunte gewinnen.
Schweiz nach 2:0 gegen Südkorea weiterOsnabrück legt Einspruch gegen Essen-Spiel einInterimslösung Moser schöpft HoffnungKobiaschwili gefeiert - Meisterstück in Mailand?Kaiserslautern 2:2 gegen luxemburgische NationalelfPortugal jubelt - Scolari: Können Weltmeister werdenStrafen für Di Canio und Lazio RomNun auch Zwayer im ZwielichtBielefelder Höhenflug hält an - 5:1 gegen AachenGaucho-Star Messi muss gebremst werden1412 |
1238 |
1052 |
1714 |
1802 |
13546 |
13324 |
13879 |
13573 |
13906 |