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Magath: Trainer haben zu wenig Macht | 2004-12-29


München - Die Trainer der Fußball-Bundesliga haben nach Ansicht von Felix Magath zu wenig Macht und sind im Vergleich mit ihren Spielern unterbezahlt.

Der Trainer steht für das Sportliche, wird aber untergebügelt. Ein Trainer kostet vielleicht zwei, drei Millionen Euro, ein Spieler kostet mehr. Somit habe ich Bedenken, dass es sportlich überhaupt vorwärts geht, wenn die Trainer nicht aufgewertet werden, sagte der Coach des FC Bayern München in einem Interview der Sport-Bild. Er selbst sei mit seinem Gehalt zufrieden, obwohl er nicht das meiste verdiene bei den Bayern. Aber die Gehälter der meisten zeigen ja nur die geringe Wertschätzung der Trainer. Ich sehe es als Problem, sagte Magath.

Laut einer Rangliste der Zeitschrift ist Magath mit angeblich 2,2 Millionen Euro Jahreseinkommen der Spitzenverdiener unter den 18 Bundesligatrainern. Auf Rang zwei liegt sein Nachfolger beim VfB Stuttgart, Matthias Sammer (2,15 Millionen Euro), vor Peter Neururer (VfL Bochum/1,67) und Ralf Rangnick (Schalke 04/1,57). Am Tabellenende rangiert der dienstälteste Bundesliga-Coach, Volker Finke vom SC Freiburg, mit angeblich 360 000 Euro.

Nach einem halben Jahr beim deutschen Rekordmeister bezeichnete Magath seine Aufgabe als leichter als in Stuttgart. Behilflich sei vor allem die Fußball-Kompetenz der Führungsetage in München. Gerade Manager Uli Hoeneß habe ihm geholfen. Er riet mir dank seiner Vorkenntnisse oftmals zur Geduld, was dann auch richtig war, sagte Magath. Für die Rückrunde glaubt der 51-Jährige, mit dem Tabellenführer mehr Punkte zu holen als in der von einem schwachen Start geprägten Hinserie. Der Meistertitel ist für Magath das Nonplusultra: Wenn wir Traumfußball spielen, aber nicht Meister werden, wäre ich nicht zufrieden.


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