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Blitz-Sieg: Real-Coach Luxemburgo gefeiert | 2005-01-06


Madrid - Melchior, Gaspar und Luxemburgo: Nach dem Blitz- Sieg über Real San Sebastian feierte Marca Real Madrids neuen Coach Vanderlei Luxemburgo passend zum bevorstehenden Feiertag als einen der Heiligen Drei Könige.

Denn ganze sechs Minuten und 40 Sekunden reichten, um dank Zinedine Zidanes Elfmeter-Tor (90. Minute/+2) das kuriose Nachholspiel gegen San Sebastian mit 2:1 zu gewinnen und Luxemburgo einen Einstand nach Maß bei den Madrilenen zu bescheren.

Es war ein Sieg, wie ich ihn erträumt hatte, gestand der Brasilianer, bereits Coach Nummer 4 bei den Königlichen in der laufenden Saison, nach dem kürzesten Trainer-Debüt seiner Laufbahn. Die Blitz-Partie war notwendig geworden, weil das Spiel am 12. Dezember beim Stande von 1:1 wegen einer falschen Bombendrohung im Namen der baskischen Untergrundorganisation ETA unterbrochen worden war. Damals hatte allerdings noch Vorgänger Mariano Garcia Remon auf der Real-Bank gesessen.

Mit einem Abstoß der Gäste wurde die Begegnung in der 88. Minute wieder aufgenommen. Immerhin 22 000 Zuschauer fanden den Weg ins Bernabéu-Stadion - und sorgten bei freiem Eintritt für eine Stimmung wie bei einem Champions-League-Finale. Nach dem Power-Training des erst am 30. Dezember verpflichteten Hoffnungsträgers Luxemburgo stürmten die elf Real-Spieler wie eine Walze über den Platz, wie die Sportpresse festhielt. Und während Real-Keeper Iker Casillas nicht einmal mit dem Ball in Berührung kam, schafften die Madrilenen in den sechs glorreichen Minuten (Marca) das, was ihnen vor einem Monat nicht gelang: der Sieg. Damals hatte Ronaldo (41.) die Real-Führung und Nihat (72.) den Ausgleich erzielt.

Ronaldo erwies sich erneut als Matchwinner: In der zweiten Minute der Nachspielzeit provozierte er einen Strafstoß, den Zidane sicher verwandelte. Zwei Minuten später war bereits Schluss - rechtzeitig zur traditionellen Parade zum Dreikönigstag, an der Hunderttausende Madrilenen teilnahmen. Die Königlichen waren nach dem Erfolg so euphorisch, dass sie Präsident Florentino Pérez gleich fünf Siege in Serie versprachen. Dann hätten sie wohl auch wieder Titelchancen: Denn Real (32 Punkte) schob sich in der Tabelle der Primera Division auf den dritten Platz hinter Spitzenreiter FC Barcelona (42) und dem punktgleichen Titelverteidiger FC Valencia (32) vor.


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