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SC Freiburg setzt auf seine Neuzugänge | 2005-01-14


Albufeira - Die Sonne scheint im portugiesischen Albufeira und Trainer Volker Finke lässt während der Übungseinheiten auch mal Beachvolleyball spielen. Auf den ersten Blick ist alles wie immer im Trainingslager des SC Freiburg.

Doch der Schein trügt: Dass das Schlusslicht der Fußball-Bundesliga in der Winterpause gleich drei Neuzugänge verpflichtet hat, beweist den Ernst der Lage. Nun hofft Finke, dass Otar Khizaneischwili, Andreas Ibertsberger und Samuel Koejoe maßgeblich dazu beitragen, die Talfahrt zu stoppen.

Die Jungs arbeiten sehr gut mit. Das Engagement, gerade bei den wichtigen Leuten, liegt bei 100 Prozent, lobt Finke seinen auf mittlerweile 31 Spieler angewachsenen Kader. Der Georgier Khizaneischwili und der Österreicher Ibertsberger durften in den Testspielen gegen Eintracht Frankfurt (0:0) und den MSV Duisburg (2:0) von Beginn an in der Viererkette ran - und verliehen der Abwehr sichtlich Stabilität. Otar ist schnell, aggressiv, kopfballstark und kennt keine Verwandten, urteilte Finke. Und auch für Ibertsberger gab es Lob vom Coach: Defensivtechnisch ist er für sein Alter ungeheuer weit.

Auch während der Übungseinheiten gehörten sie stets zur Stammformation. Und die scheint in Finkes Kopf schon weitaus konkretere Form angenommen zu haben als sonst zu diesem Zeitpunkt. Acht bis neun Leute habe ich im Kopf. Das ist kein Geheimnis, sagte der 56-Jährige und erklärte: Die Spieler müssen früh spüren, dass ich ihnen vertraue.

Das gilt auch für Leistungsträger wie Alexander Iaschwili und Soumaila Coulibaly, die in der Vorrunde oft außer Form waren und sich nun in einer sehr guten Verfassung präsentieren. Ein Sorgenkind bleibt hingegen Zlatan Bajramovic, der unter muskulären Problemen leidet. Finke weiß genau, dass er alle seine Spieler bei Laune halten muss. Wenn einer nicht spielt, muss er keine fröhlichen Lieder singen. Aber er darf die anderen nicht runterziehen. Sollte ein Spieler Abwanderungsgedanken hegen, werde man ihm keine Steine in den Weg legen.

Ein Hoffnungsträger der Breisgauer ist auch Samuel Koejoe: Mit 63 Toren in zwei Spielzeiten hat der 30-Jährige Wacker Tirol in die erste österreichische Liga geschossen. In der abgelaufenen Vorrunde erzielte er weitere zwölf Treffer. Mit seinen langen, schleichenden Schritten wirkt Koejoe geradezu behäbig. Doch der aus Surinam stammende Angreifer mit niederländischem Pass beruhigt mögliche Zweifler: Ich bin zwar ein unorthodoxer Spieler, der technisch nicht so stark ist. Aber die Leute dürfen sich nicht täuschen lassen: Ich bin brandgefährlich.


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