Athen - Nach schweren Ausschreitungen von Fußball-Hooligans in Griechenland hat ein Sportrichter schwere Strafen gegen zwei griechische Traditionsclubs verhängt. Den Vereinen Olympiakos Piräus und Panionios Athen wurden jeweils drei Punkte abgezogen.
Darüber hinaus wird das Punktspiel zwischen Panionios und Olympiakos, das wegen schwerer Ausschreitungen nicht beginnen konnte, nicht stattfinden und beide Vereine bekommen dafür keine Punkte. Zudem müssen die nächsten vier Heimspiele der beiden Vereine ohne Zuschauer stattfinden. Olympiakos muss außerdem 300 000 Euro und Panionios 110 000 Euro Strafe zahlen, berichtete das Staatsfernsehen (NET) weiter.
Der Präsident von Olympiakos, Sokratis Kokkalis, rief nach einer Sondersitzung des Vorstandes die Fans der Mannschaft auf, Ruhe zu bewahren und sich zivilisiert zu verhalten. Anhängerverbände von Olympiakos drohten aus Protest gegen die Strafe gegen ihren Verein, den Hafen von Piräus zu sperren. Es wird eine Revolution in Griechenland geben, drohte ein Fan im Radio.
Olympiakos werde Berufung beim höchsten Fußball-Gericht des griechischen Verbandes (EPO) einlegen, kündigte sein Präsident an. Sollte dieses Gericht die Strafe bestätigen, wird Olympiakos mit 27 Punkten hinter AEK Athen (30) und seinen Erzrivalen Panathinaikos Athen (29) zurückfallen. Panionios befindet sich mit 13 Punkten in akuter Abstiegsgefahr.
Bei den Ausschreitungen zwischen rivalisierenden Fan-Gruppen der beiden Vereine waren 13 Polizisten und ein Fan verletzt worden. Rund 60 Minuten vor dem geplanten Anpfiff stürmten etwa 500 Anhänger von Olympiakos Piräus die VIP-Tribüne im Stadion von Panionios und prügelten sich mit der Polizei. Anschließend bewarfen sich die Anhänger beider Mannschaften mit Steinen und Stühlen. Der Schiedsrichter entschied sich, die Partie nicht anzupfeifen, weil er die Sicherheit der Akteure als nicht mehr gewährleistet ansah.
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