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Nur 850 000 Tickets zum WM-Verkaufsstart | 2005-01-18


Hamburg - Zum Verkaufsstart der Eintrittskarten für die Fußball-WM 2006 in Deutschland stehen vom 1. Februar an nur rund 850 000 der insgesamt 3,2 Millionen Tickets zur Verfügung.

Diese Zahl bestätigte der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger am Rande eines WM-Technologieforums in Hamburg. Jeder Fan könne für bis zu sieben Spiele seiner Wahl bis zu vier Tickets ordern, sagte Zwanziger der dpa. Die genauen Modalitäten sollen auf einer Pressekonferenz in Neu-Isenburg vorgestellt werden.

Nach Einschätzung von OK-Mitgliedern werden in der ersten zweimonatigen Verkaufsphase über fünf Millionen Kartenbestellungen - vornehmlich aus Deutschland - über das Internet erwartet. Meinen Freunden habe ich den Tipp gegeben, nicht auf mich zu hoffen, sondern sich am normalen Losverfahren zu beteiligen, beschrieb Zwanziger die Hoffnungslosigkeit, alle Fan-Wünsche erfüllen zu können. Es wird wesentlich mehr Bestellungen als Karten geben, betonte Zwanziger. Dies gilt vor allem für das Finale und die drei deutschen Vorrunden-Begegnungen. Das Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann bestreitet das Eröffnungsspiel am 9. Juni in München und kämpft anschließend am 14. Juni in Dortmund sowie am 20. in Berlin um den Einzug ins Achtelfinale.

Im Sommer sollen die Gewinner der ersten Auslosung bekannt gegeben werden. Für jedes der 64 WM-Spiele werden je nach Stadiongröße zunächst durchschnittlich 13 300 Tickets zum Preis zwischen 35 und 600 Euro angeboten. Weitere Verkaufsphasen folgen nach Ende der WM-Qualifikation und der Endrunden-Auslosung Ende des Jahres.

Mit den Vorbereitungen sehen sich die WM-Planer gut 500 Tage vor dem Anpfiff sowohl zeitlich als auch finanziell im Plan. Wir haben zwölf ideale WM-Stadien, das kann man mit Fug und Recht behaupten, betonte DFB-Generalsekretär und OK-Vizepräsident Horst R. Schmidt auf dem von DFB und DFL gemeinsam mit dem Siemens-Konzern organisierten Technologieforum. Um dem Anspruch der Perfektion gerecht zu werden, will das WM-OK unmittelbar vor WM-Beginn alle zwölf Spielorte mit neuen Rasenflächen ausstatten. Wir wollen die gleiche Qualität und das gleiche Bild in allen Stadien gewährleisten, sagte Schmidt. Die Kosten dafür trägt der Veranstalter.

Offen ist dagegen weiterhin die Finanzierung der vom Weltverband FIFA geforderten Nachbesserungen im Telekommunikations- und Energiebereich. So verursacht alleine die Installation von zwei völlig unabhängigen IT-Netzwerken Zusatzkosten von bis zu 300 000 Euro pro Arena, um die sich WM-Planer und Stadionbetreiber streiten. Uneinigkeit herrscht auch darüber, wer die Kosten für die zusätzlichen Generatoren übernimmt, die einen kompletten Strom-Ausfall wie beim letztjährigen Bundesliga-Saisoneröffnungsspiel Werder Bremen gegen Schalke 04 verhindern sollen.

Wir haben vertragliche Grundlagen mit Partnern gefunden, mit denen wir leben können und bei denen die Stadionbetreiber auch nicht leer ausgehen, meinte Schmidt, der fordert, dass in diesem finanziellen Bereich ein Schlussstrich gezogen werden muss. Dies soll auf einer Tour der WM-Macher durch alle Spielorte im Februar und März geschehen.


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