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Zwanziger begrüßt Altersgrenze bei Amateuren | 2005-01-18


Frankfurt/Main - Der Geschäftsführende Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Theo Zwanziger, hat die durch die Spielklassen-Kommission vorgeschlagene Alters-Reform im Amateur- Fußball begrüßt.

Ich habe mich sehr über die Nachricht gefreut, dass die Kommission gleich in ihrer ersten Sitzung zu einem einvernehmlichen Ergebnis in einigen strittigen Punkten gekommen ist, sagte Zwanziger, der als Vorsitzender der Leitungskommission über die Einbringung der Vorschläge zur Beschlussfassung bei der DFB-Vorstandssitzung am 18. März mitentscheiden wird.

Die geplante Änderung der Altersbegrenzungen im Amateurbereich bezeichnete Zwanziger als sehr guten Kompromiss im Sinne des gesamten Fußballs. Die beiden Vorschläge können dazu beitragen, den Wettbewerbsfrieden in der Regionalliga schon bald wieder herzustellen. Deshalb werde ich mich dafür einsetzen, dass diese Anträge auch beschlossen werden, erklärte Zwanziger.

Die auf dem DFB-Bundestag im Oktober 2004 ins Leben gerufene Spielklassen-Kommission hatte sich bei ihrer Sitzung am 17. Januar darauf geeinigt, dass die zweiten Mannschaften der Lizenzvereine künftig nur noch maximal drei Spieler, die ihr 24. Lebensjahr vollendet haben, einsetzen dürfen. Zudem sollen die Amateurvereine in Zukunft nur noch vier Spieler unter 23 Jahren statt bisher sechs unter 24 Jahren auf dem Spielberichtsbogen aufführen müssen.

Die Kommission wird am 17. Februar erneut zusammen kommen, um über weitere strittige Punkte zu diskutieren. Es gibt noch eine Reihe von grundsätzlichen Fragen, die geklärt werden müssen. Dabei denke ich beispielsweise an wichtige Marketing- und Finanzfragen sowie die Problematiken im DFB-Pokal. Ich bin aber optimistisch, dass auch in diesen Fragen zeitnah sinnvolle Lösungen gefunden werden, die sowohl den Profivereinen als auch dem Fußball-Nachwuchs in Deutschland gerecht werden, sagte Zwanziger.

Die deutschen Profivereine warnte Zwanziger vor einer Überschuldung und lobte zugleich das Lizenzierungsverfahren in Deutschland. Ihm sei es zu verdanken, dass es bis heute zu keinem Insolvenzfall in der Bundesliga gekommen ist, sagte Zwanziger der dpa. Auch in naher Zukunft werde dies so bleiben: Ich halte es für ausgeschlossen, dass es in dieser Saison zu einem Insolvenzfall kommt.

Allerdings müsse man sich generelle Sorgen um die wirtschaftliche Situation einiger Clubs machen. Mein Ratschlag an die Clubs ist, wenn ich einen solchen geben darf, dass sie die sportlichen Unwägbarkeiten einkalkulieren und Vorsicht bei Investitionen und der Aufnahme von Verbindlichkeiten walten lassen sollten, sagte Zwanziger.


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