Bremen - Nach der Kopfstoß-Affäre ist beim Bundesligisten Werder Bremen noch immer keine Ruhe eingekehrt. Fußball-Nationalspieler Fabian Ernst bestreitet, seinen Teamkameraden Johan Micoud nach dessen Kopfnuss mit der Faust geschlagen zu haben.
Dafür gibt es genügend Augenzeugen, sagte Ernst der Syker Kreiszeitung. Micoud hatte zuvor in einem Interview mit der französischen Sportzeitung LEquipe behauptet, Ernst habe auf den Kopfstoß mit einem Faustschlag reagiert.
Ernst ist nicht nur über Micouds Darstellung des Hergangs verärgert, sondern auch über die nicht eingehaltene Vereinbarung mit dem Verein. Mit Sportdirektor Klaus Allofs war abgemacht, dass sich die Streithähne öffentlich nicht mehr zu dem Vorfall vom 13. Januar in Belek/Ürkei äußern sollten. Joe hat sich nicht daran gehalten, das war nicht korrekt, beklagte Ernst. Zugleich bekräftigte der 25-jährige Profi, dass er keine Strafanzeige gegen Micoud erstatten und nicht vorzeitig zu Schalke 04 wechseln wolle.
Allofs musste in den vergangenen Tagen wiederholt schlichten. Es soll aber zu keinem Gespräch zu dritt gekommen sein. Vermutlich habe jeder eine andere Wahrnehmung, sagte der Manager. Wir brauchen auch keine absolute Klärung der Abläufe. Was wir brauchen, ist Ruhe und die Einsicht, dass so etwas nie wieder passieren darf.
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