München - Bundestrainer Jürgen Klinsmann bietet im Benefizspiel des deutschen Fußballs zu Gunsten der Flutopfer in Südasien die bestmögliche Mannschaft auf.
Der 40-Jährige berief den Schalker Lokalmatadoren Christian Pander als einzigen Neuling in den von Kapitän Michael Ballack angeführten 21-köpfigen Kader für das Kräftemessen der deutschen Nationalmannschaft mit einer internationalen Bundesliga-Auswahl um die Stürmerstars Ailton und Roy Makaay am 25. Januar in Gelsenkirchen.
Zwei Wochen vor dem Härtetest gegen den zweimaligen Weltmeister Argentinien soll sich der 21-jährige Pander bei seinem Heimspiel als Ersatzmann für den auch im Länderspiel am 9. Februar in Düsseldorf fehlenden Philipp Lahm (Ermüdungsbruch am Fuß) bewähren. Das Benefizspiel ist für Christian eine gute Gelegenheit, um sich für weitere internationale Aufgaben zu empfehlen, erklärte Klinsmann. Pander sollte sein Debüt im Nationalteam ursprünglich schon im vergangenen Monat während der Asienreise feiern, der Linksfuß fiel damals aber wegen Bandscheibenproblemen kurzfristig aus.
Zum Aufgebot gehört auch Torhüter Jens Lehmann, den Klinsmann zu Wochenbeginn noch mit seinem Club Arsenal London in England im Einsatz wähnte. Doch im Halbfinale des englischen Ligapokals ist nächste Woche lediglich Robert Huth mit Chelsea London gegen Manchester United beschäftigt. Der Abwehrspieler fehlt deswegen in Gelsenkirchen. Im Vergleich zur Asienreise ist neben den Torhütern Timo Hildebrand und Simon Jentzsch auch der Bremer Christian Schulz nicht dabei, der wegen eines Trauerfalls in der Familie absagte.
Überraschend nicht berücksichtigt wurde von Klinsmann der Wolfsburger Stürmer Thomas Brdaric. Ein Fragezeichen steht hinter Patrick Owomoyela und Frank Baumann, die angeschlagen sind. Der Bremer Frank Fahrenhorst erhält dagegen nach einer längeren Verletzungspause eine neue Chance im DFB-Team.
Kahn, Ballack, Frings, Schneider, Klose, Kuranyi - fast alles, was im deutschen Fußball Rang und Namen sowie Perspektive auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2006 hat, wird in der Arena AufSchalke dabei sein. Ich hoffe, dass es sportlich eine attraktive Partie wird und die Fans viele Tore sehen. Der Unterhaltungswert und der Spaß stehen im Vordergrund, nicht das Ergebnis, sagte Klinsmann. Der Fußball stehe in der Pflicht, den Betroffenen der Tsunami-Katastrophe zu helfen und einen Beitrag im Kampf gegen Not und Elend zu leisten.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) hoffen bei der konzertierten Aktion des deutschen Fußballs auf ein ausverkauftes Stadion. Der erwartete Reinerlös der Partie in Höhe von 3,5 bis 4 Millionen Euro ist für den Wiederaufbau eines Krankenhauses im indonesischen Banda Aceh sowie Fußball-Projekte in der von dem Seebeben betroffenen Region gedacht. 1,5 Millionen Euro waren bereits von DFB und DFL als Soforthilfe bereitgestellt worden.
Der von den Fußball-Fans per Telefon oder Postkarte ausgewählte Ausländer-Kader der Bundesliga wird von Trainer Huub Stevens vom 1. FC Köln betreut. Ihm steht ein namhaftes Star-Ensemble mit allein acht Brasilianern zur Verfügung.
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