Frankfurt/Main - Die 30 deutschen Bewerberstädte für die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011 müssen ihre vollständigen Unterlagen bis zum 30. April beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) einreichen.
Das WM-Bewerbungskomitee und das DFB-Präsidium werden danach bis zum 11. Mai darüber entscheiden, welche Städte und Stadien in das offizielle Kandidatur-Dossier aufgenommen werden. Dieses ist bis zum 1. August an den Weltverband FIFA zu übergeben. Die Entscheidung über den WM-Ausrichter in vier Jahren trifft das FIFA-Exekutivkomitee am 31. August. Neben Deutschland haben sich Australien, Frankreich, Kanada, Peru und die Schweiz beworben.
Obwohl die FIFA derzeit auf der Grundlage eines Teilnehmerfeldes von 16 Mannschaften nur vier bis sechs Stadien fordert, will sich der DFB mit zehn Stadien bewerben. Damit wollen wir frühzeitig signalisieren, dass wir bereit wären für eine mögliche Erweiterung auf 24 Teams, sagte DFB-Präsident Theo Zwanziger. Auch im Bereich der Stadion-Kapazitäten hat sich der DFB das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Mindestanforderungen der FIFA zu übertreffen. Deshalb müssen die Stadien für Vorrundenspiele mindestens 15 000 Sitzplätze (FIFA-Norm 10 000) nachweisen. Für alle weiteren Spiele kommen nur Stadien mit 20 000 Sitzplätzen in Frage.
Bei vergleichbar guten Bedingungen sollen Stadien bevorzugt werden, die bei der WM 2006 nicht berücksichtigt wurden. Zudem soll es eine möglichst ausgewogene Verteilung der Spielorte über das ganze Land geben. Berücksichtigt wird dabei auch der Bezug der Städte zum Frauenfußball. Der DFB hat sich verpflichtet, die Kosten für temporäre Maßnahmen in den Stadien in einer Höhe von 10 Prozent der jeweiligen Ticket-Einnahmen am Spielort zu tragen. Es muss jedoch jedem frühzeitig klar sein, dass es keine weiteren Einnahmequellen geben wird, sagte Zwanziger.
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