Frankfurt/Main - Drei Wochen vor dem UEFA-Cup-Final-Hinspiel der Frauen zwischen Umea IK und dem deutschen Meister 1. FFC Frankfurt am 9. Mai gibt es Streit zwischen den beiden Clubs.
Die Frankfurter weigern sich, in Umea auf Kunstrasen zu spielen und berufen sich dabei auf das ihnen von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) eingeräumte Einspruchsrecht. Wir spielen die ganze Saison über auf Naturrasen. Auf Kunstrasen ist auch die Verletzungsgefahr höher. Deshalb haben Trainerin, Spielerinnen und das Management entschieden, nicht auf Kunstrasen zu spielen, sagte FFC-Manager Siegfried Dietrich der dpa.
Umea verwies auf die klimatischen Bedingungen im Norden von Schweden, wo noch vereinzelt Schnee liege und es kein natürliches Gras gebe - weder am 9. Mai noch für den Rückspieltermin am 6. Juni. Das nächste Frankfurt genehme Stadion sei 700 Kilometer südlich in Stockholm zu finden, erklärte UIK-Manager Roland Arnquist, der sogar drohte: Bleibt Frankfurt bei der Weigerung, werden wir eben gar nicht spielen, weil wir kein Stadion haben. Die UEFA kann dann die Goldmedaillen gleich nach Frankfurt schicken.
FFC-Manager Dietrich wird nun nach Umea fliegen, um sich ein Bild von den Bedingungen zu machen. Ein Machtwort erwartet er von der beim schwedischen Verband intervenierenden UEFA. Ein möglicher Tausch der Final-Termine kommt für Dietrich nicht in Frage: Das ist schon aus Vermarktungsgründen und wegen der Fernsehplanungen undenkbar.
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