Auer will nicht mehr mit Zehetmair arbeiten | 2004-04-17
München - Der abstiegsbedrohte Fußball-Bundesligist TSV München 1860 steht nach der Entlassungs-Posse um Trainer Falko Götz vor einer Zerreißprobe.
Präsident Karl Auer schloss in einer Presseerklärung des Vereins eine weitere Zusammenarbeit mit Vizepräsident Hans Zehetmair aus. Dieser hatte die Entlassung des Coaches unmittelbar nach der 1:2-Niederlage gegen den Hamburger SV öffentlich gemacht, ohne dass Götz darüber informiert worden war.
Ich habe absolut kein Verständnis dafür, wie sich Herr Zehetmair heute verhalten hat. Er hat dem Verein erheblich geschadet. Ich schließe eine weitere Zusammenarbeit mit Herrn Zehetmair kategorisch aus, sagte Auer, der am 15. März als Nachfolger des im Zuge der Schmiergeldaffäre um das neue Münchner Stadion zurückgetretenen Karl-Heinz Wildmoser Löwen-Präsident geworden war. Auer fordert eine Entscheidung des Aufsichtsrates.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Alfred H. Lehner verwies auf die für den 27. April terminierte Sitzung des obersten Vereinsgremiums. Ich bin äußerst irritiert über das vereinsschädigende Verhalten des Vizepräsidenten, sagte Lehner. Er hat sich an klare Absprachen, die vor dem Spiel gegen den HSV getroffen wurden, auch mit mir als Aufsichtsratsvorsitzender, nicht gehalten.