Berlin - Rupert Scholz, Aufsichtsratschef von Hertha BSC, will den Club trotz gegenwärtiger sportlicher Krise zur dritten Fußballkraft in Deutschland machen. Das Ziel steht unverändert, sagte der ehemalige Verteidigungsminister der Berliner Morgenpost.
Hertha habe gegenüber den Mitbewerbern den Vorteil, dass sich mit dem neuen Olympiastadion von der kommenden Saison an neue finanzielle Chancen erschließen würden, meinte Scholz. Dagegen habe sich Borusia Dortmund finanziell übernommen. Ob sich Schalkes gewaltige Investitionen rechnen, sei nicht sicher.
Dem designierten deutschen Meister Werder Bremen zollte Scholz großen Respekt, die Mannschaft passe gut zusammen, stehe aber am Scheideweg. Die wirtschaftlichen Ressourcen in und um Bremen sind nicht halb so gut wie bei uns, erklärte der Hertha-Chef. Am 24. Mai bei der Mitgliederversammlung will er um Kontinuität werben. Hertha hat sich mit unseren heutigen Verantwortungsträgern aus der Zweiten Liga bis an die nationale Spitze herangegearbeitet, meinte Scholz, der sich wieder zur Wahl stellen will.
Den Grund für die völlig missglückte Saison und den drohenden Absieg sieht Scholz nicht in einem möglichen Missverständnis in der Trainerfrage. Bei Huub Stevens hätte es fachlich keine Zweifel gegeben, er habe aber in Berlin zu Fans und Medien keinen Zugang gefunden. Auch das ominöse Stevens-Ultimatum sei kein Fehler gewesen. Die Krisenmanager, Dieter Hoeneß und Hertha- Geschäftsführer Ingo Schiller, hätten ihre Aufgaben vorzüglich erfüllt.
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