Straßburg - Die Veranstalter der Fußball-Europameisterschaft in Portugal haben höchste Sicherheitsmaßnahmen für das Turnier vom 12. Juni bis 4. Juli angekündigt.
Wir haben bei der NATO Aufklärungsflugzeuge vom Typ AWACS angefordert, um den Luftraum per Radar zusätzlich zu überwachen, sagte der für die Sicherheit bei der EM zuständige Vertreter des portugiesischen Innenministeriums, Paulo Gomes, in Straßburg. Verstärkt werde auch die Sicherung des Luft-und Seeraums durch die portugiesische Armee.
Zuvor hatten Vertreter der UEFA, des portugiesischen Organisationskomitees und des Europarats über die Einzelheiten des Sicherheitskonzepts für die EM beraten. Die EURO 2004 sei die aufwendigste fußballerische Großveranstaltung in Europa seit den Anschlägen vom 11. September 2001. Zudem habe Portugal eigene Soldaten im Irak. Deshalb seien die Sicherheitsmaßnahmen zur Abwehr internationaler Terroranschläge umfangreich ausgefallen.
Auch das Schengen-Abkommen werde bereits im Vorfeld der EM in Portugal außer Kraft gesetzt, hieß es. Bereits bei der Einreise an den portugiesischen Grenzen und Flughäfen sei daher mit umfangreichen Kontrollen zu rechnen.