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HSV versöhnt Fans: 2:1 gegen Stuttgart | 2004-05-08


Hamburg - Eine Woche nach der Blamage von Bremen hat der Hamburger SV mit dem 2:1 (1:0) gegen den VfB Stuttgart eine Trotzreaktion gezeigt und den Schwaben eine empfindliche Niederlage im Kampf um den zweiten Tabellenplatz zugefügt.

Zwei Spiele vor Saisonende der Fußball-Bundesliga liegt das Team von Trainer Felix Magath weiterhin vier Punkte hinter dem FC Bayern München, der am nächsten Spieltag ins Gottlieb-Daimler-Stadion reisen muss. Stefan Beinlich brachte den HSV mit einem Freistoßtor nach 38 Minuten in Führung, Kapitän Nico-Jan Hoogma (47.) erhöhte per Kopf. Der Anschlusstreffer von Cacau vier Minuten vor dem Schlusspfiff machte die einseitige Partie noch einmal spannend.

Die zu Beginn minutenlangen Pfiffe der Hamburger Fans, die sogar einen ganzen Block aus Protest die ersten fünf Minuten leer ließen, verwandelten sich schnell in Jubelgesänge. Wir haben mit Leidenschaft gespielt und die richtige Antwort auf die schlechte Leistung in Bremen gegeben, befand ein erleichterter HSV-Coach Klaus Toppmöller.

Trotz sieben Ausfällen wie Christian Rahn, Bernd Hollerbach und Bastian Reinhardt gingen die Gastgeber vor 55 128 Zuschauern in der ausverkauften AOL-Arena engagiert zu Werke und bestimmten über die gesamte Spieldauer das Geschehen. Die Führung durch einen Kunstschuss von Beinlich aus 25 Metern war hochverdient.

Zwar störten die Schwaben immer wieder die Kreise der Hamburger, nach vorn klappte aber gar nichts. Lediglich eine Tormöglichkeit durch eine Standardsituation in der 40. Minute durch Silvio Meißner aus 25 Metern war in Hälfte eins sehenswert. Doch Stammkeeper Stefan Wächter, der nach der desolaten Leistung von Tom Starke wieder im Tor stand, war nicht zu bezwingen. Beim VfB wurden die gelb-gesperrten Marcelo Bordon und Kevin Kuranyi schmerzlich vermisst. Zudem musste der angeschlagene Kapitän Zvonimir Soldo (Adduktorenverletzung) nach der Halbzeit das Feld verlassen. Der Druck war heute wohl zu groß, meine Spieler waren erst zum Ende des Spiels, als alles gelaufen war, gut drauf. Jetzt müssen wir Bayern zu Hause schlagen, kündigte Magath an.

Wie eine kalte Dusche wirkte das 2:0 von Kapitän Hoogma zwei Minuten nach Wiederanpfiff, das alle offensiven Bemühungen des VfB unterband. Der Kapitän köpfte einen Freistoß von Beinlich aus fünf Metern ein. In der 77. Minute verpasste Sergej Barbarez eine weitere Großchance, als er über das Tor von Timo Hildebrand köpfte. Auf der Gegenseite versäumte Amateur-Torjäger Mario Gomez sein erstes Bundesliga-Tor, als er in der 68. Minute nach Vorarbeit von Cacau den Pfosten traf.


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