Nelson Mandela (ehemaliger Präsident Südafrikas): Südafrika sollte das Wahlergebnis nicht arrogant, sondern mit Bescheidenheit und in Demut akzeptieren. Wir sind alle gleich: Die, die jetzt gewonnen haben ebenso wie die, die jetzt nicht gewonnen haben. So geht es im Leben, aber man hat eine Million Chancen.
Joseph Blatter (FIFA-Präsident): Ich bin sehr glücklich am heutigen Tag, denn endlich haben wir es geschafft, eine Fußball-WM in die Hände eines afrikanischen Verbandes zu geben. Um eine WM zu organisieren, benötigt man auch die rückhaltlose Unterstützung der Regierung. Da hat Südafrikas Präsentation mit gleich drei Friedensnobelpreis-Trägern großen Eindruck gemacht.
Gerhard Mayer-Vorfelder (DFB-Präsident): Südafrika hat gewonnen, doch der große Sieger ist Afrika. Denn mit Ägypten, Marokko und Südafrika gab es drei exzellente Bewerbungen. Am Ende hat sich der Favorit durchgesetzt, auch weil er die totale Unterstützung der Regierung hat.
Franz Beckenbauer (OK-Präsident Fußball-WM 2006): Südafrika wird ein sehr guter Gastgeber sein. Schon 2000, als wir uns nur sehr knapp gegen Südafrika hatten durchsetzen können, zeigte die Bewerbung, dass wir uns auf eine sehr herzliche und fröhliche Weltmeisterschaft freuen können.
Otto Schily (Bundesinnenminister): Herzlichen Glückwunsch Südafrika! Erstmals wird 2010 eine Fußball-WM auf dem afrikanischen Kontinent stattfinden. Südafrika hat eine hervorragende Bewerbung vorgelegt. Schon bei der Vergabe um die WM 2006 war Südafrika nur knapp gegen Deutschland unterlegen. Mit großem Engagement hat sich das gesamte Land - allen voran Nobelpreisträger Nelson Mandela - für die Bewerbung eingesetzt. Dieser Einsatz ist nun belohnt worden. Südafrika wird ein guter Gastgeber für die Fußballfans aus aller Welt sein. Die Entscheidung ist nicht nur ein Gewinn für das sportbegeisterte Südafrika, sondern für den gesamten Kontinent.
Mohammed VI. (marokkanischer König): Der wahre Sieger ist Afrika. Südafrika, aber auch Marokko, haben einen historischen Sieg für Afrika errungen, das nicht länger von der Austragung einer Fußball-WM ausgeschlossen ist. Die Entscheidung zu Gunsten Südafrikas trägt zur Annäherung und zur Verständigung der Völker sowie zur Erfüllung der universellen Ideale des Friedens, der Brüderlichkeit, der Gleichheit, des Fortschritts und der Toleranz bei..
Nabil Benabdela (marokkanischer Regierungssprecher): Wir werden trotz allem die für die WM angepeilten sozialen und wirtschaftlichen Ziele sowie die Infrastuktur-Maßnahmen erfüllen.
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