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Freiburg sichert Klassenverbleib gegen HSV | 2004-05-15


Freiburg - Der SC Freiburg hat mit einem 0:0 gegen den Hamburger SV den Klassenverbleib in der Fußball-Bundesliga einen Spieltag vor Saisonende endgültig sichergestellt.

Die Mannschaft von Trainer Volker Finke holte den dazu noch fehlenden Punktgewinn durch ein Unentschieden gegen die Norddeutschen, die sich vorzeitig die Teilnahme am UI-Cup sicherten. 25 000 Zuschauer im Freiburger Dreisamstadion, die den Klassenverbleib des Aufsteigers mit Ovationen feierten, sahen eine kurzweilige Partie ohne spielentscheidende Vorteile für eine der beiden Mannschaften.

Man hat einigen Spielern angemerkt, dass sie etwas nervös waren. Für mich ist der Klassenerhalt logisch, wenn man sich die ganze Saison ansieht, sagte Finke, dem eine unheimliche Last von den Schultern fiel. Sein Hamburger Trainerkollege Klaus Toppmöller bemängelte die Chancenverwertung seines Teams: Wir waren die spielstärkere Mannschaft, aber wer keine Tore schießt, kann nicht gewinnen. Glückwunsch an Freiburg, hier fährt man immer wieder gerne hin.

Die Gastgeber traten erneut ersatzgeschwächt an. Stammtorwart Richard Golz (Schambeinentzündung) musste weiter pausieren. Zudem fehlten Oumar Konde (Muskelfaserriss), Wilfried Sanou (Syndesmoseband-Zerrung) und Tobias Willi (Innenbanddehnung). Dafür kehrten die zuletzt gesperrten Soumalia Coulibaly und Roda Antar ins Team zurück. Beim Hamburger SV war Nationalspieler Christian Rahn (Muskelfaserriss) nicht mit von der Partie.

Die erste Viertelstunde gehörte den Norddeutschen. Angetrieben von Stefan Beinlich und dem quirligen David Jarolim erspielte sich der HSV ein Übergewicht im Mittelfeld. Naohiro Takahara traf nach einer Einzelleistung aber nur das rechte Außennetz (10.), Jarolim (14.) verpasste freistehend, Mehdi Mahdavikia prüfte eine Minute später mit einem Freistoß aus spitzem Winkel SC-Schlussmann Julian Reinard. Das gefürchtete Freiburger Kurzpassspiel kam in den ersten 45 Minuten viel zu wenig zum Einsatz. Chancen entsprangen meist Standards oder Einzelaktionen. Coulibaly (17.) mit einem Flugkopfball sowie mit einem Schuss aus gut 20 Metern (33.) sorgte für die größte Gefahr.

Auch nach der Pause entwickelte sich ein offenes Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten. Freiburg verstärkte seine Angriffsbemühungen. Coulibaly umkurvte nach Pass von Sascha Riether Hamburgs Torwart Stefan Wächter, schoss aber dann über das leere Tor (65.). Auf der Gegenseite setzte zwei Minuten später Takahara einen Kopfball aus kürzester Distanz an die Latte. Trotz zahlenmäßiger Freiburger Überlegenheit - Milan Fukal sah in der 76. Minute Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels - blieb es beim Unentschieden.


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