Wie der Vater: Dominik Reinhardt im Pokalfinale | 2007-05-24
Nürnberg - 25 Jahre nach dem verlorenen Pokalfinale seines Vaters Alois will es Nürnbergs Verteidiger Dominik Reinhardt im Endspiel gegen den VfB Stuttgart besser machen und den Pott nach Franken holen.
Mein Vater hat das Finale mit dem Club 1982 gegen die Bayern leider mit 2:4 verloren, sagt der 22-Jährige. 2:0 hatten die Franken am 1. Mai 1982 zur Pause schon in Führung gelegen, doch der Rivale aus München drehte die Partie noch. Ich hoffe, die Jungs machen das besser als wir damals, gibt Vater Reinhardt seinem Sohn mit auf den Weg nach Berlin.
Alois Reinhardt war auch an der Szene beteiligt, an die sich die Fußball-Fans auch ein Vierteljahrhundert danach am meisten erinnern. Der Club-Spieler stieß mit Bayern-Stürmer Dieter Hoeneß zusammen. Es war ein normaler Zweikampf - hart aber fair, sagte Reinhardt, der weniger stark gekennzeichnet als Hoeneß auf dem Platz blieb. Der Bayern-Stürmer spielte mit am Ende Blut durchtränktem Turban weiter und erzielte kurz vor Ende das alles entscheidende 4:2.
Die Reinhardts sind nicht das erste Vater-Sohn-Gespann der deutschen Pokal-Geschichte. 1970 gewann Helmut Nerlinger mit Kickers Offenbach den Pokal, Sohn Christian folgte ihm 28 Jahre später mit dem FC Bayern München. Bum-Kun Cha holte 1981 mit Eintracht Frankfurt den Pokal, Sohn Du-Ri scheiterte jedoch im vergangenen Jahr mit den Hessen gegen den FC Bayern.