Sport News :: Fussball News

SPORT NEWS:

SPORTWETTEN:

POKER

ARCHIV:

LINK EXCHANGE:

Löwen sorgen sich um HSV-Moral | 2004-05-20


München - Die Pläne für die Zweite Liga liegen schon in der Schublade, doch noch hat der TSV 1860 München den Glauben an das Fußball-Wunder nicht aufgegeben.

Mit dem Trainingslager in den Tiroler Bergen und einem trainingsfreien Tag hat sich die Mannschaft auf das Abstiegs-Endspiel bei Borussia Mönchengladbach eingestimmt. Das Rätselraten um die Zukunft von Trainer Gerald Vanenburg und Stürmerstar Benjamin Lauth stört die Konzentration auf die Partie am Bökelberg nicht, dafür hat der Coach vor seiner vielleicht letzten Mission als Löwen-Retter woanders einen möglichen Spielverderber entdeckt. Ich hoffe, die gehen nicht wieder mit einem 0:6 nach Hause. Unglaublich, was bei denen abläuft, sagte der Niederländer in Sorge um die Moral des Hamburger SV.

1860 ist beim Kampf um den Bundesliga-Verbleib auf Schützenhilfe angewiesen. Und wenn Vanenburg an den Auftritt der punktgleichen Eintracht aus Frankfurt beim HSV denkt, erinnert er sich mit Bauchschmerzen an Hamburgs Debakel bei Werder Bremen. Die größte Schmach hat sich der Chefcoach aber auch schon mit Entsetzen vor Augen geführt. Frankfurt und Kaiserslautern verlieren, aber wir auch - so was bleibt ein Leben lang hängen.

Einem Fiasko wie zuletzt beim 1:1 gegen Hertha BSC, als Francis Kioyo mit einem verschossenen Elfmeter den möglichen Sieg vergab, hat Vanenburg vorgebeugt und mit Torben Hoffmann als Nummer 1 und Roman Tyce die Strafstoßschützen bestimmt. Er versprach den Spielern für den Fall des Klassenverbleibs eine feucht-fröhliche Feier. Dann gilt die Absprache: Trinken so viel wie wir können, sagte Vanenburg. Der Einsatz von Stürmer Paul Agostino (Muskelprobleme im Oberschenkel) ist fraglich. Die Torwart-Entscheidung zwischen Michael Hofmann (Gelbsperre abgesessen) und Andre Lenz ließ Vanenburg noch offen.

Ob dem Traditionsclub zehn Jahre nach dem Aufstieg in die 1. Liga der schmerzliche Gang in die Zweitklassigkeit erspart bleibt oder nicht - Vanenburg kann sich eine weitere Zusammenarbeit mit 1860 vorstellen. Zu Wochenbeginn habe er mit Sportdirektor Dirk Dufner ein gutes und positives Gespräch geführt. Nur: Vanenburgs Heimatverein PSV Eindhoven weiß nichts von dessen Absichten. Er müsse den bis 2006 datierten Vertrag erfüllen, sagte ein Sprecher des niederländischen Clubs, der seinen Nachwuchstrainer nur bis zum 5. Juli freistellt.

Vanenburgs Wünsche nach neuem Personal schlägt Dufner nicht grundsätzlich aus: Wir arbeiten daran, das Optimale herauszuholen. Wie Vorgänger Falko Götz setzt Vanenburg auf die Jugend, aber auch altgediente Ex-Löwen wie Thomas Häßler, Bernhard Winkler oder Horst Heldt spielen in seinen Gedanken eine Rolle. Mit Jung-Nationalspieler Lauth wird er kaum mehr planen können. Lokalrivale FC Bayern und Bayer Leverkusen liefern sich angeblich schon ein Wettbieten um den Stürmerstar; sechs bis acht Millionen Euro Ablöse sind im Gespräch. Lauth habe Nationalmannschafts-Ambitionen und der Club stecke in einer finanziell schwierigen Situation, kommentiert Dufner die Situation: Wenn ein adäquates Angebot kommt, müssen wir verhandeln.


Nächster Rückschlag für Bremen: 1:4 beim VfB
Extra Fußball
Kaka kassiert mehr als gesamter Cagliari-Kader
Bielefeld verpflichtet Vacek - Krupnikovic weg
Uli Hoeneß: BVB ist am Zug
Bremen mit Klasnic und Ernst nach Hannover
Braunschweig stoppt Talfahrt mit 1:0 gegen Jena
Operation am Sprunggelenk: FC Bayern ohne Sosa
Empörung über Heyes Reise-Warnung an Ausländer
Schweigeminute vor Europapokalspielen

1437 | 1139 | 1011 | 1031 | 1768 | 13474 | 13186 | 13240 | 13584 | 13428 |