Weitere Spieler in Italiens Wettskandal im Visier | 2004-05-21
Neapel - Der Wettskandal im italienischen Fußball weitet sich aus. Die italienische Polizei ermittelt gegen vier weitere Profis wegen des Verdachts von Ergebnisabsprachen und Wettbetrug.
Durch abgehörte Telefongespräche kam die Staatsanwaltschaft Neapel den Erstliga-Spielern Stefano Bettarini (Sampdoria Genua) und Antonio Marasco (Modena) sowie Zweitliga-Kicker Alfredo Femiano (Como) und Gianni Califano (Chieti) aus der dritten Liga auf die Schliche.
Diese sollen gemeinsam mit vier weiteren bereits verhörten Fußball-Profis und einigen Personen aus dem Umfeld der neapolitanischen Mafia insgesamt fünf Serie A-Spiele manipuliert haben, berichtete die La Gazzetta dello Sport.
Bereits am 11. Mai hatten Polizisten deshalb die Wohnungen verdächtigter Spieler, die Clubsitze der Serie A-Vereine Siena, Reggina, Lecce und Chievo sowie die Geschäftsstellen von acht weiteren Proficlubs durchsucht. Bei einer Verurteilung wegen Ergebnisabsprachen und Wettbetrugs drohen den Spielern Haftstrafen und den Clubs Punktabzüge bis hin zum Zwangsabstieg.