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Besucher-Rekord in 41. Bundesliga-Saison | 2004-05-21


Frankfurt/Main - Dank Borussia Dortmund als bundesweitem Branchenführer in der Zuschauer-Gunst hat die Fußball-Bundesliga ihren Besucher-Boom fortgesetzt und bereits vor dem letzten Spieltag der 41. Saison neue Bestmarken gesetzt.

Nachdem im Vorjahr die 10-Millionen-Grenze mit nach offizieller Zählung der Deutschen Fußball Liga (DFL) 9 764 735 Fans knapp gestreift worden war, wurde diese Schallmauer schon vor dem Saison-Finale durchbrochen.

Wenn nur rund 300 000 Zuschauer am 34. Spieltag die Stadion-Tore passieren, ist sogar die 11-Millionen-Grenze fällig. Nach dpa-Berechnungen strömten bisher 10 718 590 Zuschauer in die Stadien. Dies entspricht einem Rekord-Schnitt von 36 089 pro Spiel. Allein 1 287 286 Fans beglückten das Westfalenstadion mit ihrem Besuch, was die Rekordmarke der Borussen in der vor Saisonbeginn auf eine Kapazität von 83 000 erweiterten Kult-Arena auf durchschnittlich 75 722 Fans pro Partie erhöhte. Fünf der acht BVB-Heimspiele in der Rückrunde waren ausverkauft, kurioser Weise in der Vorrunde keines.

Mit 61 266 Zuschauern meldete Ruhr-Rivale FC Schalke 04 (997 347/58 667 im Schnitt) in seinem Fußball-Tempel Arena AufSchalke sogar 14 Mal ausverkauft, kann aber die magische Millionen-Grenze mangels Heimspiel nicht mehr knacken. Unabhängig vom Besuch seines letzten Heimspiels mit Trainer Ottmar Hitzfeld gegen den SC Freiburg rangiert Rekordmeister Bayern München (bisher: 891 665/55 729) nur auf Platz drei vor dem Hamburger SV (750 061/46 878).

Hinter diesem gewohnt zuschauerträchtigen Quartett verlor Hertha BSC Berlin (608 130/38 008) schon vor dem letzten Heimspiel den 5. Rang an den VfB Stuttgart (708 377/41 669), der dank seiner starken Saison nicht nur seine Kalkulation von 28 000 erheblich übertraf, sondern auch den Vorjahresschnitt (33 465) enorm verbesserte. Die Berliner (608 130/38 008) können ihren letzten Heimspielgegner 1. FC Köln (656 181/38 598) kaum mehr vom 6. Rang verdrängen. Neben dem SV Hannover 96 (389 594/22 917), der auch auf Grund des Umbaus des Stadions für die WM 2006 Einbußen (Vorjahr: 35 593) hinnehmen musste, ist Hertha der einzige Club, der im Vergleich zur Vorsaison (40 203) im Minus liegt.

Wie in Köln, Berlin und Hannover beeinträchtigten die Baumaßnahmen an den neuen WM-Stadien auch die Zuschauerzahlen bei Eintracht Frankfurt (431 923/25 407) und beim 1. FC Kaiserslautern (591 243/36 952). Die Pfälzer werden aber mit den 47 315 Fans in dem für das Schicksalsspiel gegen Dortmund restlos ausverkauften Fritz- Walter- Stadion die 600 000-Grenze überschreiten.

Im Trend lag auch der neue Meister Werder Bremen (598 056), der im Sog seines Erfolges durchschnittlich 35 178 Fans (Vorjahr: 30 763) ins Weser-Stadion lockte. Die bei der WM-Bewerbung übergangene Hansestadt wurde so ein wenig getröstet - wie auch Borussia Mönchengladbach. Denn schon vor dem letzten Heimspiel auf dem legendären Bökelberg gegen 1860 München konnte der Club vom Niederrhein mit durchschnittlich knapp 32 00 Fans einen Zuschauer- Rekord seiner Vereinsgeschichte melden.


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