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Kahn gegen Ballack-Verkauf | 2004-05-29


München - Fußball-Nationaltorhüter Oliver Kahn hat seinen Vorgesetzten beim FC Bayern München entschieden von einem Verkauf seines Kollegen Michael Ballack abgeraten.

Ballack darf man niemals abgeben, sagte der Bayern-Kapitän der Bild-Zeitung. Ein solcher Spieler braucht Vertrauen, Sicherheit. Und nicht beim ersten Fehler die Drohung, verkauft zu werden, meinte Kahn.

Ballack, vierfacher Torschütze des Länderspiels gegen Malta (7:0), wird vom FC Barcelona umworben. Die Katalanen sollen zwölf Millionen Euro für den Mittelfeldspieler geboten haben. Zuletzt waren Unstimmigkeiten zwischen Ballack und der Bayern-Führung offenkundig geworden. Präsident Franz Beckenbauer hatte Ballack mit einer öffentlichen Aussage praktisch schon die Freigabe erteilt.

Unterdessen hat ein Wunschkandidat der Bayern-Chefs, Torsten Frings, seine Ambitionen auf einen Wechsel nach München unterstrichen. Ich habe dem Verein bereits mitgeteilt, dass ich zu Bayern möchte. Sie sagen, sie würden mich aber nicht lassen, sagte der Nationalspieler von Borussia Dortmund in einem Interview der Münchner Tageszeitung tz. Seiner Ansicht nach ist das Verhalten der Borussen-Führung derzeit eine Pokerei. Frings glaubt dennoch an einen Wechsel: So war es ja auch damals in Bremen. Erst hieß es, ich bin unverkäuflich, zwei Wochen später war ich in Dortmund. Wenn das Angebot stimmt, werden sie mich gehen lassen.


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