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Sammer und BVB heben Vertrag auf | 2004-05-30


Dortmund - Nach über vier Jahren mit einem deutschen Meistertitel und dem Einzug ins UEFA-Cup-Finale ist die Ära von Trainer Matthias Sammer bei Borussia Dortmund beendet und der Weg zum VfB Stuttgart frei.

Wie der BVB mitteilte, erfolgte die Einigung auf eine vorzeitige Aufhebung des Vertragsverhältnisses zum 30. Juni 2004. Wir sind gemeinsam und einvernehmlich zu der Meinung gelangt, dass die Trennung zum jetzigen Zeitpunkt die beste Lösung ist, auch wenn sie allen Beteiligten schwer fällt, begründete Clubchef Gerd Niebaum die Entscheidung.

Damit ist für Sammer, der nach einer enttäuschenden Saison in der Kritik stand, der Weg zum Bundesliga-Konkurrenten VfB Stuttgart frei. Dort gilt der gebürtige Sachse als heißer Anwärter auf die Nachfolge des zum FC Bayern Münchnern gewechselten Felix Magath. Als Spieler wurde Sammer 1992 mit den Schwaben deutscher Meister. Für den Trainerposten beim VfB gibt es eine Hand voll Kandidaten, darunter auch Matthias Sammer. Wir werden in den nächsten Tagen weitere Gespräche führen und schauen, was machbar ist, sagte Stuttgarts Präsident Erwin Staudt der dpa nach Sammers Vertragsauflösung.

Sowohl Club als auch Cheftrainer haben sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Mit Matthias Sammer verlässt uns ein Freund, mit dem wir große Erfolge als Spieler und Trainer errungen haben und der ein hohes Maß an persönlicher Bindung zum BVB besitzt, sagte Niebaum. Sammer, der 1993 als Spieler zum BVB gekommen war und seit 2000 das Amt des Cheftrainers inne hatte, sagte: Wir haben offene und faire Gespräche geführt und gemeinsam entschieden, das Vertragsverhältnis aufzuheben. Ich denke, dass eine Veränderung beim BVB zu neuer Aufbruchstimmung führen wird und dass der Verein wieder in ruhigeres sportliches Fahrwasser gelangt.

Wer Sammers Nachfolge antritt, ist noch unklar. Bis nächste Woche will der Club einen neuen Cheftrainer präsentieren. Laut Bild am Sonntag stehen die Borussen mit dem Niederländer Bert van Marwijk von Feyenoord Rotterdam in Verhandlungen. Der Vertrag des 52 Jahre alten Marwijk bei Feyenoord läuft zum Saisonende aus. Der Niederländer gewann 2002 mit Rotterdam den UEFA-Cup im Finale gegen Borussia Dortmund.

Ungewiss bleibt nach der Trennung von Sammer auch die Zukunft von Nationalspieler Torsten Frings beim BVB. Wenn Sammer geht, will ich auch weg, sagte der Borussen-Profi, der seinem Club schon mitgeteilt hat, dass er zum FC Bayern München wechseln möchte. Sie sagen, sie würden mich aber nicht lassen, hatte Frings in einem Interview mit der Münchner Tageszeitung tz betont.


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