München - Im Korruptionsskandal um das neue Münchner Fußballstadion Allianz Arena bleibt Karl-Heinz Wildmoser junior in Untersuchungshaft. Das Landgericht München I hat eine Haftbeschwerde der Verteidiger abgelehnt.
Die 4. Strafkammer sei bei ihrer Haftprüfung weiterhin von Flucht- und Verdunkelungsgefahr ausgegangen, bestätigte Oberstaatsanwalt Anton Winkler entsprechende Münchner Medienberichte. Wegen Verdachts der Untreue und Bestechlichkeit bleibt somit der Haftbefehl vom 12. Februar dieses Jahres in Kraft.
Nach Auffassung der Anklagebehörde hat Wildmoser junior als damaliger Stadion-Geschäftsführer dem Baukonzern Alpine verraten, dass die Fußballclubs FC Bayern und TSV 1860 München als Bauherren maximal 280 Millionen Euro für das Stadion ausgeben wollten. Dafür sollen 2,8 Millionen Euro Schmiergeld über einen Schulfreund an Karl- Heinz Wildmoser junior geflossen sein.
Das neue Stadion, das vom FC Bayern und dem TSV 1860 München gemeinsam finanziert wird, soll bis April 2005 fertig gestellt sein. Dort soll auch die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 angepfiffen werden.