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St. Pauli zurück in 2. Liga | 2007-05-26


Hamburg - Der FC St. Pauli ist zurück: Nach vier Jahren hat der Hamburger Traditionsverein den Aufstieg in die 2. Fußball- Bundesliga geschafft und mit seinen Fans eine ausgelassene Party in Braun-Weiß auf der Reeperbahn gefeiert.

Mit einem 2:2 (1:1) gegen den 1. FC Dynamo Dresden sicherte sich das Team von Trainer Holger Stanislawski einen Spieltag vor Saisonende zumindest den zweiten Platz in der Regionalliga Nord. Charles Takyi brachte die Hamburger in der 14. Minute per Foulelfmeter in Führung, Pavel David glich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte aus (45.+1). Für das 2:1 sorgte Carsten Rothenbach in der 83. Minute, ehe erneut David wenige Sekunden vor Spielende den 2:2-Endstand erzielte.

Während die Hamburger Fans im mit 15 300 Zuschauern ausverkauften Millerntor-Stadion ihre Helden feierten, fiel auch auf dem nahen Spielbudenplatz der Startschuss zur größten Kiez-Party seit Jahren. Rund 20 000 Fans hatten dort das Spiel auf einer Großbildleinwand verfolgt. Nach Mitternacht wurden dort auch die Spieler erwartet und sollten sich auf dem Balkon des Schmidt-Theaters von Präsident Corny Littmann präsentieren. Mit meinem ersten Saisontor habe ich den Aufstieg gesichert. Wahnsinn, ich kann es nicht fassen, jubelte Torschütze Rothenbach. Jetzt geben wir richtig Vollgas und feiern bis zum Abwinken. Es wird einige Bier geben.

Der ganze Stadtteil und erst recht die Fans am Millerntor erwarteten nichts anderes als den Aufstieg. Der Druck war der Elf jedoch nicht anzumerken. Stattdessen suchte sie - wie von Stanislawski angekündigt - sofort den Weg nach vorn. Die heimstärkste Mannschaft der Liga kontrollierte das Spiel und wurde für ihr Engagement früh belohnt. Nach einem Foul an Marvin Braun an der Strafraumgrenze entschied Schiedsrichter Florian Meyer auf Elfmeter, und Takyi verwandelte mit einem Schuss ins rechte Eck. Auch danach blieben die Gastgeber die bestimmende Mannschaft, die Partie aber wurde zunehmend konfus und unansehnlich.

Wenn ich mehr Haare hätte, hätte ich heute wohl einige verloren, sagte Trainer Stanislawski, dem ein Eimer kalten Wassers über den Kopf gegossen wurde. Glücklicherweise habe ich eine frische Hose mit, meinte der Coach und gab seinen Aufsteigern drei Tage frei. Jetzt können sie machen, was sie wollen. Am Dienstag treffen wir uns wieder.

Die Sachsen, die wegen eines Staus zum Teil verspätet und mit Taxis im Stadion eintrafen, benötigten einen längeren Anlauf, um ins Spiel zu kommen. Obwohl sie sich selbst noch Hoffnungen auf den Aufstieg machten, kamen sie bis zur 40. Minute nicht ein Mal in die Nähe des Hamburger Tores. Doch die Gastgeber fühlten sich in dieser Phase eine Spur zu selbstsicher, und so war es keine Überraschung, dass den Gästen noch vor der Pause der Ausgleich gelang. Davids Tor zum 1:1 war das erste Heim-Gegentor nach sieben Zu-Null-Spielen seit dem 8. Dezember 2006. So lange wie die Spieler kann ich nicht feiern. Die sind ja alle viel jünger, bedauerte Stanislawski.


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