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VfB will in Glasgow erfolgreichen Start hinlegen | 2007-09-18


Glasgow - Auch ohne den England-erprobten Thomas The Hammer Hitzlsperger will der VfB Stuttgart in Glasgow den Grundstein für ein glorreiches Gastspiel in der Champions League legen.

Ein Sieg wäre das passende Ergebnis, aber auch mit einem Remis könnte ich leben, sagte Armin Veh. Der Trainer hofft bei der Neuauflage gegen die Rangers im Ibrox Park auf einen Paradestart in die Königsklasse des europäischen Fußballs. Wir wollen hier erfolgreich sein. Torjäger Mario Gomez, der vor vier Jahren im Achtelfinale gegen den FC Chelsea sein Profidebüt bei den Schwaben feierte, sprüht nach überstandenem grippalen Infekt vor Tatendrang: Wir wollen unbedingt gewinnen, selbst wenn es ein dreckiges 1:0 in der 93. Minute ist.

Allerdings musste Stuttgart vor dem Abflug zwei personelle Rückschläge einstecken. Bereits am Montagabend stand fest, dass Hitzlsperger nicht mit nach Glasgow fliegen kann. Der vor seinem VfB- Engagement für den englischen Premier-League-Club Aston Villa fünf Jahre lang aktive Mittelfeldmann fällt wegen seiner beim Länderspieleinsatz erlittenen Zehenentzündung weiter aus. Das tut uns sehr weh, sagte Veh. Der Coach hatte sich schon nach dem Ausfall Hitzlspergers gegen Energie Cottbus bitter über den DFB beschwert.

Zudem ist der Einsatz von Ludovic Magnin fraglich. Wegen einer Magenverstimmung blieb der Schweizer Linksverteidiger vorerst vorsichtshalber zu Hause, soll aber nachfliegen. Voraussichtlich kommt er nicht zum Einsatz, sagte Veh bei der Abschlusspressekonferenz in Glasgow. Regisseur Yildiray Bastürk kann inzwischen schmerzfrei trainieren, dürfte aber mangels Spielpraxis eher ein Kandidat für die Auswechselbank sein. Dagegen ist der gegen Cottbus eine Stunde lang geschonte Gomez mit von der Partie.

Für Veh müsste Glasgow eigentlich der perfekte Auftaktgegner sein. Am 16. September 2003 startete Stuttgart - damals mit Felix Magath als Trainer - ebenfalls in der Gruppe E gegen die Schotten und zog trotz eines 1:2 im Ibrox Park in die nächste Runde ein. Auch wenn dies für den extrem abergläubischen Meister-Macher ein gutes Omen ist, möchte er sich eine Niederlage lieber ersparen. Das muss nicht sein, sagte Veh und versicherte, vor seiner Champions-League-Premiere nicht nervös zu sein. Die Statistik spricht allerdings gegen Stuttgart, das alle bisherigen vier Auswärtsspiele gegen schottische Teams verlor.

Zusätzliche Ruhe und Zuversicht hat der VfB-Coach durch den souveränen 3:0-Sieg im Kellerduell gegen den Bundesliga-Vorletzten Energie Cottbus gewonnen. Das hat uns geholfen. Wir wollten nicht von ganz unten nach Glasgow fahren. Wenn man mit einem Sieg in die Champions League geht, erfährt man auch mehr Respekt, sagte er. Dies heißt aber nicht, dass Veh und seine Schützlinge den schottischen Rekordmeister (51 Landestitel) nach dessen jüngster 2:4-Niederlage bei Heart of Midlothian nun weniger ernst nehmen würden.

Das ist eine europäische Top-Nummer. Die muss man erst mal packen, urteilte VfB-Präsident Erwin Staudt. Veh strich die Lauf- und Kampfstärke der Rangers heraus: Da müssen wir in erster Linie dagegenhalten. Spielerisch sei Stuttgart sicher stärker. Gomez fordert von seinen Teamkollegen aufopferungsvollen Einsatz gegen die kampferprobten Bravehearts: Glasgow ist nicht besser als wir, aber sie fighten bedingungslos. Wenn wir dagegenhalten, haben wir eine Chance.

Angesichts der Übergegner FC Barcelona und Olympique Lyon kommt den beiden Partien gegen die Rangers Schlüsselcharakter zu. Fernando Meira, neben Cacau der einzige VfB-Stammspieler, der vor vier Jahren dabei war, urteilte deshalb: Wir müssen in Glasgow gewinnen, um weiterzukommen. Lyon und Barcelona sind Favorit.

Rangers-Trainer Walter Smith strotzt mit Verweis auf die Tabellenführung Schottlands in der EM-Qualifikation trotz so renommierter Gruppengegner wie Weltmeister Italien und Vizeweltmeister Frankreich vor Selbstbewusstsein. Warum sollten wir uns von unseren Gegnern in der Champions League einschüchtern lassen, auch wenn diese stark sind, fragte er keck.


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