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Der 1. Spieltag im Telegramm | 2004-08-06


1. FC Kaiserslautern - 1. FC Nürnberg (Samstag, 15.30 Uhr)

Ein Pfälzer will den Pfälzern den Start vermiesen. Für Trainer Wolf ist die Partie in Kaiserslautern von besonderem Reiz: Zum einen kehrt er mit Nürnberg nach einjähriger Abstinenz in die Eliteklasse zurück. Zum anderen tritt er gegen seinen ehemaligen Club an, für den er 248 Bundesliga-Spiele bestritt. Die Statistik verheißt allerdings wenig Gutes: In den letzten fünf Spielen gab es auf dem Betzenberg nichts zu holen. Doch die Aufstiegs-Euphorie in den eigenen Reihen und die lange Verletztenliste beim Gastgeber lassen hoffen.

SC Freiburg - Hansa Rostock (Samstag, 15.30 Uhr)

Von Vorfreude keine Spur: Auf voraussichtlich neun Spieler muss Freiburgs Trainer Finke im Spiel gegen Rostock verzichten. Wenig berauschende Form stellte sein Team zudem in den Testspielen unter Beweis. Fünf Mal blieb es ohne Torerfolg. Allein der Blick zurück macht Mut: Schließlich konnte Hansa noch nie im Breisgau gewinnen. Finkes Gegenüber Schlünz, der seinen ersten Saisonstart als Chefcoach erlebt, setzt auf bewährte Kräfte. Einen Tag nach seiner Vertragsverlängerung bis 2007 kann er mit Bestbesetzung antreten.

Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

Neuer Trainer, neues Glück. Mit van Marwijk soll es beim BVB wieder aufwärts gehen. Viel wird davon abhängen, wie sein Team die Pleite im UI-Cup überwindet. Mit dem Aus gegen Genk hat die Borussia bei den Fans schon reichlich Kredit verspielt. Erst seit der Rückkehr der EM-Fahrer Rosicky und Koller zeigt die Formkurve nach oben. Sorge bereitet die Abwehr, die ohne Wörns und Christoph Metzelder auskommen muss. Auch Wolfsburg kann nicht in Idealformation antreten: In DAlessandro und Biliskov fehlen zwei wichtige Stützen.

Bayer Leverkusen - Hannover 96 (Samstag, 15.30 Uhr)

Im Jahr 1 nach Calmund wandeln die Leverkusener auf einem schmalen Grat: Bleibt der Erfolg aus, werden die Rufe nach dem ehemaligen Manager schnell lauter werden. Nicht zuletzt deshalb hofft Trainer Augenthaler auf einen Auftaktsieg über Hannover. Dem bedenklichen Auftritt beim 0:3 gegen die Bayern im Ligapokal misst er keine große Bedeutung bei. Er glaubt, dass mit dem Einsatz von Juan, Placente und Nowotny die Form zurückkehrt. Gäste-Coach Lienen ist vor dem schweren Auftaktspiel nicht bange: Wir wollen gewinnen, tönte er.

Hertha BSC - VfL Bochum (Samstag, 15.30 Uhr)

Der Auftakt-Fluch soll besiegt werden. Seit fünf Jahren müssen die Hertha-Fans auf einen Erfolg im ersten Saisonspiel warten. Die Gefahr ist groß, dass das Warten weitergeht. Schließlich reist in Bochum das Überraschungsteam der vorigen Saison an. Zudem stehen Bastürk, Reina, Madlung und Rehmer nicht zur Verfügung. Zumindest die Bilanz lässt hoffen: Der letzte Sieg des VfL im Olympiastadion liegt über 13 Jahre zurück. Anders als sein Kollege Götz ist VfL-Coach Neururer sorgenfrei: Er kann Bestbesetzung aufbieten.

Hamburger SV - FC Bayern München (Samstag, 15.30 Uhr)

Die erste Trophäe steht bereits in der Vereinsvitrine, weitere sollen folgen. Nach dem Sieg über Bremen im Ligapokal nimmt der FC Bayern weitere Titel ins Visier. Trainer Magath will in die Fußspuren seines erfolgreichen, aber zuletzt glücklosen Vorgängers Hitzfeld treten. Obwohl sieben Spieler fehlen, kann er in Hamburg auf seine Wunschformation zurückgreifen. Anders als in München ist in Hamburg von Zuversicht nichts zu spüren: Das Aus im UI-Cup und der überraschende Verkauf von Ujfalusi haben für Missstimmung gesorgt.

Arminia Bielefeld - Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 17.30 Uhr)

Das erste Geschenk gab es für Arminen-Coach Rapolder bereits kurz vor seinem Bundesliga-Debüt. Mit der Verpflichtung von Skela erfüllte ihm die Clubspitze einen Herzenswunsch. Damit wächst die Chance auf den Klassenverbleib. Schon im Spiel gegen Mönchengladbach soll der Mittelfeldspieler aus Frankfurt zum Einsatz kommen. Beim Gast ist die Euphorie groß: Nach der Einweihung des neuen Stadions und der Verpflichtung namhafter Profis wie Neuville und Ziege träumt der Altmeister von besseren Zeiten.

VfB Stuttgart - FSV Mainz 05 (Sonntag, 17.30 Uhr)

Der Kampf um die Freigabe von Meira ging verloren, doch die Zuversicht bei Trainer Sammer ist groß. Unser Kader ist auch ohne ihn stark genug, sagte er. Bis auf Abwehrspieler Meira, der sich mit der portugiesischen Olympia-Auswahl derzeit auf Athen vorbereitet, und Angreifer Streller kann der neue VfB-Coach im Duell mit Mainz auf alle wichtigen Profis zurückgreifen. Gäste-Coach Klopp setzt auf Unbekümmertheit und Begeisterung: Allein 14 Profis aus seinem Kader haben noch nie in der Bundesliga gespielt.


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