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Frontzeck: Situation hat Schlaudraff überfordert | 2007-05-30


Aachen - Michael Frontzeck, ehemaliger Trainer von Bundesliga-Absteiger Alemannia Aachen, hat hauptsächlich psychische Gründe für das lange Formtief von Fußball-Nationalspieler Jan Schlaudraff in der Rückrunde ausgemacht.

Schlaudraff habe ein unglaubliches Talent, aber alle - und er besonders - haben seine Psyche überschätzt. Er ist nicht so cool, wie er sich gibt, sagte Frontzeck in einem Interview der Aachener Nachrichten/Aachener Zeitung.

Der von Frontzeck zum Saisonende suspendierte Schlaudraff sei in eine spezielle Situation geraten. Er war völlig weg, völlig blockiert, die Situation ist ihm über den Kopf gewachsen, sagte Frontzeck über den künftigen Profi des FC Bayern München. So etwas habe er in 25 Jahren als Spieler und Trainer nicht erlebt, äußerte Schlaudraffs ehemaliger Coach.

Öffentlich habe Frontzeck den 23-jährigen Schlaudraff immer geschützt. Intern hatte er völlige Rückendeckung. Er durfte schlecht spielen, auch mehrmals hintereinander, meinte der nach dem Abstieg der Aachener zurückgetretene Fußball-Lehrer. Vor der Rückrunde habe es für Schlaudraff nur die Vorgabe gegeben, er dürfe den Leuten, der Mannschaft und den Trainern nicht das Gefühl geben, dass du nicht alles für den Klassenerhalt unternimmst. Dieses Gefühl hatte Frontzeck im Verlauf der zweiten Saisonhälfte jedoch.

Der frühere Alemannia-Trainer hatte Schlaudraff und dessen Mitspieler Sascha Dum (künftig Bayer Leverkusen) vor der Bundesligapartie am 32. Spieltag bei Eintracht Frankfurt (0:4) aus dem Kader genommen. Schlaudraff war in der Saison 2006/2007 mit acht Treffern erfolgreichster Torschütze des Absteigers.


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