Schweizer Frei für drei Länderspiele gesperrt | 2004-07-15
Genf/Hamburg - Der Berufungssenat der Europäischen Fußball-Union (UEFA) hat gegen den Schweizer Nationalspieler Alexander Frei eine Sperre für drei Länderspiele ausgesprochen.
Das letzte Vorrundenspiel der Eidgenossen bei der Europameisterschaft in Portugal gegen Frankreich, für das Frei bereits provisorisch gesperrt worden war, wird angerechnet, so dass der Stürmer seinem Team nur noch in den nächsten beiden Wettbewerbsspielen fehlen wird.
Frei hatte am 17. Juni im zweiten EM-Gruppenspiel gegen England in der 77. Minute den Engländer Steven Gerrard bespuckt, was ihm erst nachträglich durch Fernseh-Bilder nachgewiesen werden konnte. Zunächst hatte Frei seine Unsportlichkeit bestritten.
Der UEFA-Berufungssenat sah nach Studium der Videoaufzeichnungen und in Erwägung aller Umstände die Drei-Spiele-Sperre als angemessen an. Zudem teilte der Berufungssenat des europäischen Verbandes mit, dass ihm keine Hinweise auf disziplinarisch relevante Verfehlungen des Schweizerischen Fußball-Verbandes (SFV) vorliegen. Nach den Vorfällen am 17. Juni waren Gerüchte aufgekommen, wonach Vertreter des SFV Frei in der Spuck-Affäre zur Lüge aufgefordert haben sollen.