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VfB Stuttgart im Liga-Pokal-Halbfinale | 2004-07-22


Aalen - Matthias Sammer hat als Trainer des VfB Stuttgart im ersten Pflichtspiel einen Einstand nach Maß gefeiert. Mit seinem neuen Club schaffte er durch ein 3:0 (2:0) über den VfL Bochum den Einzug in das Halbfinale des Liga-Pokals.

Vor 11 198 Zuschauern im ausverkauften Aalener Waldstadion erzielten Cacau (5./34.) und Imre Szabics (84.) die Tore für den letztjährigen Champions-League-Teilnehmer. Im Halbfinale des mit 3,7 Millionen Euro dotierten Wettbewerbs treffen die Schwaben in Meppen auf den deutschen Meister und Pokalsieger Werder Bremen. Das Endspiel des Liga-Pokals steht am 2. August in Mainz an.

Wir hatten hinten heraus ein bisschen Probleme und da müssen wir aufpassen, sagte Sammer nach der schwächeren zweiten Spielhälfte seines Teams. VfL-Coach Peter Neururer wollte die Niederlage nicht überbewerten. Wir haben noch 15 Tage Zeit bis zum Saisonstart und an dem Tag wird die Mannschaft ein hohes Tempo gehen können, versprach er. Ähnlich setzte der zweifache Torschütze Cacau die Schwerpunkte. Ob wir hier gewinnen oder verlieren ist nicht wichtig. Wichtig ist die Bundesliga, sagte der Brasilianer.

Die Schwaben waren in der Anfangsphase die aktivere Mannschaft. Lohn für den schwungvollen Beginn war die 1:0-Führung in der fünften Minute. Nach einem Eckball des stark aufspielenden Weißrussen Alexander Hleb köpfte Cacau nach fünf Minuten ein. Beim Tor des Brasilianers sah der elf Zentimeter größere Bochumer Abwehr-Chef Raymond Kalla nicht gut aus.

Mit dem 1:0 im Rücken war der VfB die klar bessere Mannschaft und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten. VfL-Torhüter Rein van Duijnhoven verhinderte gegen Fernando Meira (12./25.) sowie gegen Hleb (26.) zunächst einen höheren Rückstand. In der 34. Minute war der niederländische Schlussmann aber machtlos. Erneut war es Cacau, der sich diesmal mit einer sehenswerten Drehung durchsetzte und aus zwölf Metern auf 2:0 erhöhte. Die beste Chance für Bochum hatte Abwehrspieler Philipp Bönig. Ein 28-Meter-Freistoß des 24-Jährigen landete aber in den Armen von VfB-Keeper Timo Hildebrand.

Nach der enttäuschenden Vorstellung in der ersten Spielhälfte brachte Neururer nach der Pause gleich drei frische Akteure. Das Team aus dem Ruhrpott kam nun besser ins Spiel, die zurückhaltender agierenden Schwaben konnte es aber nicht gefährden. Wieder war es Bönig (54.), der mit einem Freistoß für Gefahr vor dem Stuttgarter Tor sorgte. Doch erneut fand er in Hildebrand seinen Meister. Kevin Kuranyi, der im Gegensatz zu den EM-Teilnehmern Philipp Lahm (Stuttgart) und dem Tschechen Vratislav Lokvenc (Bochum) eingewechselt wurde, verpasste mit einem 14-Meter-Schuss das 3:0. Das besorgte dann der Ungar Szabics nach einem Konter (84.).


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