Leipzig - Die neuen Stürmer kamen, sahen und trafen: Der SC Paderborn und der VfB Lübeck haben mit ihren Einkäufen offenbar das große Los gezogen.
Drei Treffer von Guido Spork sowie einer von René Müller bescherten Aufstiegsaspirant Paderborn am 2. Spieltag der Fußball-Regionalliga Nord einen 4:2-Erfolg über Hertha BSC Berlin Amateure. Auch beim 3:0-Sieg des Zweitliga-Absteigers Lübeck gegen Preußen Münster waren mit Jan Zimmermann, Francis Bugri und Lars Kampf ausschließlich Neuzugänge die Torschützen.
Die Tabellenspitze verteidigten die Amateure des Hamburger SV, die mit dem 2:0 gegen die Amateure des 1. FC Köln den zweiten Sieg im zweiten Spiel feierten. Erfolgreich waren auch die Amateure von Borussia Dortmund. Sie bezwangen Aufsteiger VfL Wolfsburg Amateure mit 3:1.
Der aus Osnabrück nach Paderborn gekommene Spork freute sich besonders über sein Tor zum 2:1, das er mit Georgi Donkow eingeleitet, anschließend mit gefühlvollem Schuss vollstreckt und danach mit einem Kuss gefeiert hatte. Georgi mag als Bulgare besonders Küsse, deshalb haben wir das nach der gelungenen Aktion auch gemacht, erklärte der dreifache Torschütze den Austausch der Zärtlichkeit mit einem Schmunzeln. SC-Trainer Pawel Dotchew erläuterte indes ungerührt spielerische Unzulänglichkeiten seiner Mannschaft: Unsere Außenpositionen waren anfangs in der Defensive überfordert. Darum habe ich etwas umgestellt, und das hat geholfen.
In Lübeck herrschte Erleichterung, dass das VfB-Team die Auftaktniederlage nebst Pokalschlappe offenbar gut weggesteckt hat. Wir haben den Grundstein zum 3:0 über Münster durch enorme Laufbereitschaft gelegt, sagte Trainer Stefan Böger. Bögers Münsteraner Kollege Hans-Werner Moors meinte: Durch den schnellen Rückstand sind wir aus dem Konzept gebracht worden. Lübecks Sieg fiel wohl um ein Tor zu hoch aus, war aber durchaus verdient.
Den höchsten Sieg schaffte Aufsteiger Arminia Bielfeld Amateure. Die Ostwestfalen fertigten den KFC Uerdingen mit 4:1 ab und mischen damit in der Tabelle ganz vorn mit. Bereits am Vortag hatte Mitaufsteiger Fortuna Düsseldorf einen 3:1-Erfolg gegen Eintracht Braunschweig gefeiert. Meine Mannschaft war sehr konzentriert, aber sie hätte noch entschlossener sein können, schätzte Fortuna-Trainer Massimo Morales ein. Dabei dachte er wohl auch an Marcel Podszus, der einen Elfmeter vergab. Ich werde die ganze Nacht nicht schlafen können, denn der musste einfach rein, ärgerte sich der Stürmer.
Im Vergleich zum Wuppertaler SV nimmt sich dies allerdings geradezu wie ein Luxus-Problem aus. Das war ein klassischer Fehlstart, schimpfte der eingewechselte Oliver Gaißmayer über die beiden Niederlagen des WSV zum Saisonbeginn. Am Freitagabend beim Union Berlin hatte er noch zum Endstand auf 2:4 verkürzen können. Doch damit waren die Berliner nicht mehr aufzuhalten, der Zweitliga- Absteiger kletterte in die Spitzengruppe.
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