Hamburg - Namhafter könnte die entscheidende Runde um den Einzug die Gruppenphase der Champions League kaum mehr besetzt sein. Mit Real Madrid, Manchester United, Juventus Turin, Inter Mailand und dem FC Liverpool kämpft diese Saison ein glorreiches Quintett um die lukrativen Plätze in der europäischen Fußball-Königsklasse.
Noch bevor die Top-Ligen in Spanien, Italien und England starten, stehen die Hinspiele der dritten Qualifikationsrunde auf dem Programm. Von den insgesamt 32 Teams zieht die Hälfte in die am 14./15. September beginnende Gruppenphase ein, die Verlierer nehmen am UEFA-Pokal teil. Wunschziel aller Mannschaften ist das Finale am 25. Mai 2005 in Istanbul. Davon träumt auch Bundesligist Bayer Leverkusen, der Banik Ostrau empfängt.
Zuvor will sich der FC Liverpool mit dem deutschen Nationalspieler Dietmar Hamann beim Grazer AK eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 24./25. August schaffen. In Stefan Klos kämpft ein weiterer deutscher Legionär um die Champions League-Teilnahme. Der frühere Dortmunder Torwart tritt als neuer Kapitän mit den Glasgow Rangers bei ZSKA Moskau an. Italiens Rekordmeister Juventus Turin mit Neuzugang und Ex-Leverkusen-Profi Emerson will mit einem Sieg vor eigener Kulisse gegen Djurgardens Stockholm das Tor zur Elite-Klasse aufstoßen.
Auf das Spiel des Jahres freut sich Wisla Krakau. Der polnische Meister empfängt am Mittwoch den mehrfachen Champions-League-Gewinner aus Madrid. Dafür beschlossen die Krakauer sogar den Umzug vom eigenen, 10 000 Zuschauer fassenden Stadion in die 50 000-Besucher- Arena in Chorzow. Bange ist den Krakauern vor dem Match gegen Zidane, Beckham, Ronaldo & Co. nicht. Wir haben unsere Vorstellungen, wie wir sie schlagen können, meinte Trainer Henryk Kasperczak und fügte vollmundig hinzu: Wenn man gegen Real Madrid spielt, muss man sich vor Augen führen, dass sie auch nur Fußballer und zu jeder Zeit zu schlagen sind.
Für Club-Präsident Tadeusz Czerwinski ist das Weiterkommen keine Frage. Ich habe keine Zweifel, dass wir die Gruppenphase erreichen, meinte er. Dabei waren die Polen vor drei Jahren erst an Reals Erzrivale FC Barcelona gescheitert. Bei den Spaniern dürfte indes der Heißhunger auf Erfolge nach der verkorksten vergangenen Spielzeit ohne Titel größer denn je sein.
Unterschätzen darf auch Ex-Titelträger Manchester United die zuerst gastgebende Mannschaft von Dinamo Bukarest nicht. Zumal die Generalprobe missglückte. Die Mannschaft von Trainer Sir Alex Ferguson unterlag im Supercup 1:3 gegen Meister Arsenal London. Am gleichen Tag ist Inter Mailand beim FC Basel zu Gast. Der Schweizer Meister steht nach vier Spieltagen bereits an der Spitze der Super-League und stimmte sich mit einem 2:1 gegen den FC Zürich ein. Wir sind alle ganz ruhig. Unsere Mannschaft ist stark genug, um in der Champions League zu spielen, meinte aber Mailands Mittelfeldspieler Alvaro Recoba.
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